Tag 3: Reikiland erkunden
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Foto: Arvind Balaraman

Folge mir auf eine Wanderung. Es geht durch einen wunderschönen, dichten Wald. Einen solchen Wald hast du noch nie gesehen! Das Licht wird durch das üppige Blätterdach gedämpft, an einigen Stellen ist es fast dunkel. Der Weg ist streckenweise kaum noch zu erkennen. Rechts und links scheinen Pfade abzugehen, die auch alle ins Unbekannte führen. Ab und zu huscht ein Tier über den Weg. War das eben ein Eichhörnchen? Blütenduft weht dir zu. Angenehm und völlig unbekannt.

Nach einer Weile siehst du Licht durch die Baumstämme schimmern: der Wald wird heller und heller und bald hast du den Waldrand erreicht. Es öffnet sich dir eine wunderschöne Aussicht und du beschließt, Pause zu machen. An einen Baumstamm gelehnt, nimmst du einen tiefen Schluck aus deiner Wasserflasche und erfreutst dich des Ausblicks. Der Wald, aus dem du gerade kamst, liegt auf einer Anhöhe und vor dir, unter dir erstreckt sich Reikiland mit all seinen Hügeln, Tälern, Wiesen, einsamen Höfen, Dörfern und Städten.

Dort leben die Leute, die von Reiki leben, und da hinten die, die Reiki im Geheimen betreiben. Dazwischen diejenigen, die Reiki ungefragt geben und viele andere mehr. Einige dieser Menschen leben mit Engeln, andere sprechen mit Steinen.

Sie sprechen alle nur denkbaren Sprache und verstehen sich manchmal nur schlecht. Sie sprechen Usui und Takata, Jikiden und Rainbow, einige sogar schon Marayana Sayi. Wenn du ganz genau hinhörst, kannst du ferne Lieder auf Usui Shiki Ryoho und Karuna hören. Und es gibt noch viel mehr Sprachen, von denen du noch gar nichts weißt!

Bleib noch einen Augenblick sitzen und sieh dich in Ruhe um – was entdeckst du noch? Welche Orte erkennst du?

So, und nun musst du entweder sitzen bleiben bis ans Ende deiner Tage oder dich entscheiden, wohin du weiterwandern möchtest. Welche Sprache möchtest du noch lernen? Welches Dorf erscheint dir in seiner Lebensweise sympathisch?

Halte das für dich kurz schriftlich fest.

Aufgabe für heute: Lass jetzt alles stehen und liegen.

Geh duschen oder mit dem Hund vor die Tür. Dann erst nimmst du dir das eben Geschriebene noch einmal vor. Ist es das? Sind das deine Wünsche für dein Reiki? Falls nicht: Warum sind die es nicht? Welche sind es dann?
Wir werden uns Morgen weiter mit Zielen beschäftigen, du musst also keinesfalls fertig werden. Aber Morgen wird es leichter sein für dich, wenn du eine grobe Vorstellung davon hast, was du möchtest.

Zwischentage
Worum geht es bei den Zwischentagen?

Vorbereitung auf die Zwischentage
Übermorgen, Kinder, wird’s was geben
Tag 1: Einstimmung auf die Zwischentage
Tag 2: Zeit für Reiki finden
Tag 3: Reikiland erkunden
Tag 4: Wer nicht genau weiß, wohin er will…
Tag 5: Reiki für Streber
Tag 6: Reiki und der Rest deines Lebens
Tag 7: Reikigarten
Das fängt ja gut an!