Bericht vom Meisterinnentag
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Da ja kein Mann dabei war, dürfen wir es mit Fug und Recht MeisterINNENtag nennen. Wir waren zu dritt und verbrachten einen spannenden Tag miteinander. Stimmt auch nicht ganz: Weitgehend entspannt wurden wir begleitet von Janne:

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Foto: Irmgard Lemken

Hilke leitete eine schlichte, schöne Meditation und ich stellte Crystal Grids vor. Wir haben dann auch gleich eines gelegt und waren erstaunt, wie stark dessen Energie war. Es liegt immer noch da und versorgt den Weltfrieden mit Energie – der kann es ja auch brauchen.

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Foto: Irmgard Lemken

Dazwischen haben wir uns zu verschiedenen Dingen ausgetauscht. Einfach ein schöner Tag.
Abends dann hat Irmgard mir Bachblüten näher gebracht. Spannend. Mal sehen, wie weit mich das trägt.

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Foto: Irmgard Lemken

Wir planen auf jeden Fall einen Meistertag 2014. Vielleicht bei Irmgard auf Nordstrand?

 

„Gerade heute“ ist manchmal so schwer…
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Ich bin ja durchaus voll guter Vorsätze, aber an der Ausführung hapert es dann doch. Wobei ich noch nicht einmal sagen kann, das Fleisch wäre schwach. Das ist es wahrscheinlich auch – aber bei mir ist auf jeden Fall der Geist am Schwächeln.

Also: Ich würde ja gern morgens als erstes meditieren. Habe ich ausprobiert. Außer, dass ich mich früher als sonst aus dem Bett gerollt habe, ist dabei kein Unterschied zu einer Meditation irgendwann am Nachmittag. Nein, nicht nur einmal ausprobiert. Stets das gleiche Ergebnis.
Nun bin ich durchaus bereit, anderen ein Stück weit zu glauben. Wenn Joe Dispenza also immer wieder betont, wie hilfreich es doch sei, morgens gleich als erstes zu meditieren – dann wird er sich doch dabei etwas gedacht haben?

Erkenntnis Nr. 1: Ich kann gar nicht morgens als erstes meditieren. Das geht nicht.

Das ist jetzt gar nicht als Ausrede gemeint, auch wenn es wahrscheinlich so klingt. Aber bei näherer Betrachtung gibt es nach dem Ausschlafen stets ein Andocken an Vorerfahrungen, an ein Das-bin-ich-Gefühl. Und sei es nur der Gedanke daran, dass ich ja jetzt meditieren will.

Bei mir dauert das Aufwachen durchaus eine ganze Weile. Zunächst sind da ein paar Momente gedankenloser Gefühle. DAS wäre der perfekte Zeitpunkt, um zu meditieren. Aber der erste Gedanke ist bei mir immer: „Was liegt denn heute an?“ Und dann trudeln die Antworten ein, manchmal schön der Reihe nach, manchmal als ein Sperrfeuer – je nachdem, was denn so anliegt.

Ich will das Paket von der Post holen.

Ich muss Kollegin Sowieso nach der Adresse von Sowienoch fragen.

Ich muss herausfinden, wann der Termin xy ist.

Ich muss diesen Anruf machen.

Und ich muss diesen Anruf machen.

Ehe ich mich versehe, habe ich mir den Tag versaut, ohne überhaupt erst die Augen aufgeschlagen zu haben. All diese kleinen Pflichten, Notwendigkeiten des Alltags. Und selbst, wenn ich sofort nach dem Aufstehen mir meine Meditationsbank schnappe, bin ich doch mit meinen Gedanken schon längst wieder Ich und bei meinem Tagwerk. Das kann ich auch nachmittags haben, dafür muss ich nicht extra früher aufstehen.

Erkenntnis Nr. 2: Diese Was-Liegt-An-Gedanken sind doof.

Die täglich wiederkehrende Einsicht, wie unverzichtbar mein Wirken für meine Familie und meine Arbeitsstelle doch ist, baut mich nicht auf – sie zieht mich runter. Ziemlich tief sogar.

Also lief eine Zeit lang der Dialog etwa so ab: „Ich will das Paket von der Post holen. Scheiße, schon wieder vergeigt. Kann ich nicht einmal aufwachen, ohne mich runterzuziehen?!“
Ich habe lange versucht, gegen meinen morgendlichen Gedankenansturm anzukämpfen. Aber, das, wogegen wir kämpfen…

Erkenntnis Nr. 3: Diese Was-Liegt-An-Gedanken sind sehr hilfreich.

Nachdem ich monatelang versucht hatte, sie nicht zu denken, war die Erkenntnis, dass ich sie schlicht brauche, schmerzhaft. Ich habe so gleich morgens einen Plan, die Prioritäten sind klar, ich bin auf schwierige Situationen eingestellt. Das ist in unserer Welt alles sehr hilfreich. Ohne diese Gedanken wäre ich beispielsweise beruflich nicht so erfolgreich.

Darauf folgte eine Phase, in der ich nicht mehr gekämpft habe, aber einfach frustriert war. Ich hatte das Gefühl, etwas Wichtiges zu verpassen.Also kam ich auf die Idee, doch die Gedanken zu verschieben, auf die Zeit nach dem Frühstück. Das klappte nicht. Selbst, wenn ich wirklich genügend Zeit eingeplant hatte, lief da latente Paranoia mit. Ich könnte keine Zeit haben. Ich könnte gestört werden. Ich könnte…

Erkenntnis Nr. 4: Manchmal ist Planung eben alles.

Den kommenden Arbeitstag planen kann man ja schon am Ende des Arbeitstages zuvor. Also mit Bleistift und Block hingesetzt und den nächsten Tag durchgegangen. Dann am Morgen aufwachen. „Ich will… Nö, meditieren will ich!“ Aus dem Bett rollen, Meditationsbank schnappen und mal sehen, was passiert.
Und es passiert. Es ist schöner, freier. Und irgendwie stehen auf meinem Zettel gar keine Schreckgespenster mehr wie dieser Anruf. Ob sich nun in meiner Realität etwas getan hat oder ich die Dinge anders sehe, ist mir egal. Wichtig ist nur, dass ich unbeschwerter an mein Tagwerk gehe. Morgendliche Meditationen sind wirklich toll!

Inzwischen habe ich damit genügend Erfahrungen gesammelt, dass ich weiß, welche Spielregeln für mich wichtig sind:

  1. Ich plane schriftlich. Nur so kann ich morgens sorgenfrei alle Gedanken auf später verschieben.
  2. Ich plane nicht direkt vor dem Schlafengehen. Sonst schlafe ich nämlich schlecht und müde meditiert es sich so zäh.

Fertig. Das war’s. Es braucht nicht viele Regeln.

Lächeln
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Bobby McFerrin

Eines Tages fuhr ich an einem Konzertplakat vorbei, auf dem dieses Foto abgebildet war. Was für ein Lächeln! Mir war in dem Moment gar nicht klar, wer das war – ich fand einfach nur dieses Lächeln so echt, so unmittelbar.
Am gleichen Tag war ich in der Buchhandlung und dort gab es zu dem Konzert auch Werbepostkarten. Habe mir gleich ein halbes Dutzend mitgenommen und bei mir in der Wohnung verteilt.

Ich fühlte einen Stich von Eifersucht in mir: So habe ich noch nie gelächelt. Also setzte ich mich vor das Bild und versuchte, das Lächeln nachzumachen. Grins.
Irgendwie hatte ich mir das als Mission gewählt und saß täglich vor dem Bild und grinste mir einen. Irgendwann tat es einen Donnerschlag und ich wusste plötzlich, dass es ein Foto von mir mit dem Lächeln gibt. Nunja, Bobby McFerrin sieht lächelnd umwerfend aus, ich leicht döschig. Egal.

IMG_2769Dieses Bild ist im Pertified Forest in Calistoga, Kalifornien aufgenommen worden. Versteinertes Holz macht eben doch glücklich!

Nächster Schritt meiner Mission: Wie nennt sich eigentlich das Gefühl, das hinter dem Lächeln steckt. Daran habe ich wieder tagelang gesessen. Irgendwie flog mir dann ein englisches Wort zu: Serenity. Das war’s! Aber mir wollte einfach nicht einfallen, was Serenity auf deutsch heißt. Also nachgeschlagen: heitere Gemütsruhe, Abgeklärtheit, Heiterkeit, am ehesten noch Gelassenheit. Aber keiner dieser Begriffe umfasst das englische Wort zur Gänze. Wow, ich hatte ein Gefühl entdeckt, zu dem es kein deutsches Wort gibt. Was ziemlich gut erklärt, warum mir dieses Gefühl so fremd vorkam. Wenn man noch nicht einmal darüber reden kann…

Ein paar Ewigkeiten lang täglich mehrmals Bobby McFerrin anzulächeln, war für mich also eine ganz wichtige persönliche Erfahrung. Und es stellt so wunderbar die Wahrheit des Spruchs heraus: Fake it, until you make it. Wenn du nur lächelst, stellt sich das Gefühl irgendwann auch ein.

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Somit ist unerwarteterweise Bobby McFerrin zu meinem spirituellen Meister gekommen und sein Bild befindet sich immer noch an meinem Lieblingsplatz, gleich neben meinen liebsten Steinen, der Klangschale und dem Bild vom Berg Kurama.

Und für ein bisschen gute Laune verlinke ich dir hier jetzt auch noch Don’t worry, be happy:

Reiki und Meditations Timer
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Ich bin noch recht frische Besitzerin eines Smartphones und spiele immer noch mit dem Ding herum, um herauszufinden, was man damit alles machen kann und was ohne technische Unterstützung doch einfacher ist. Zum Beispiel scheint es keinen Kalender zu haben, den ich gebrauchen kann.

Aber für Reiki habe ich etwas gefunden: einen Meditationstimer. Davon gibt es viele im Netz, ich stelle hier den vor, zu dem ich gekommen bin: Meditation Support Timer. Diese App läuft auf Android. Sie ist  sehr einfach und schlicht gehalten, bietet keinen Schnickschnack und keine hübschen Bilder. Dafür ist sie mit drei Klicks startbereit und du musst nicht minutenlang mit dem Smartphone fummeln, ehe deine Behandlung losgehen kann.

Für Reiki wählst du Edit Schedule (Ablauf ändern). Eigentlich willst du ja noch keinen ändern, sondern einrichten – aber wenn du einen neu eingerichtet hast, hat sich ja etwas geändert. Also können wir damit leben, dass es eben edit heißt. Dann New Schedule.

Jetzt werden dir drei Möglichkeiten geboten:

  1. Meditation: Hier stellst du eine Zeitspanne ein, nach der ein Signal kommen soll. Ich nutze das für die Basisminute nach Boroson. Die Eingabe für eine Minute ist 0:01, für 1,5 Stunden 1:30.
  2. Awareness: Du gibst die Dauer der Reikibehandlung an, z.B. 1:00 und die Intervalle, nach denen jeweils ein Signal kommen soll, z.B. 0:05. Dann kommt also eine Stunde lang alle 5 Minuten ein Signal.
  3. Prepare: Sehr praktisch, diese Einstellung. Stell dir vor, du startest die Signale für deine Ganzbehandlung, legst dich dann hin, rückst das Kissen zurecht, verbindest dich mit Reiki, zeichnest noch ein Symbol und fängst dann an – das hat ziemlich viel Zeit gekostet, aber doch keine 5 min. Mit Prepare kannst du vor den eigentlichen Abständen einen besondere mit einer anderen Länge, z.B. 0:02 setzen.

Als Signale sind kurze und lange Klangschalentöne vorhanden. Achte auf deine Medienlautstärke – in laut sind die ziemlich laut. Und vergiss nicht, Prepare vor Awareness zu schieben…

Weitere Reiki-Apps findest du auch hier. Allerdings sind das vielfach Bücher in App-Form. Ich bin ja Papierjunkie…

Martin Boroson: one moment meditation
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Ich habe dieses Buch noch nicht einmal ausgelesen und doch möchte ich es empfehlen. Es ist erst vor wenigen Tagen auf deutsch erschienen und ich verkürzte mir die Wartezeit damit, mir auf youtube.de ein Video dazu anzusehen. Es gefiel mir, ich probierte aus und probiere seitdem immer wieder aus. Schön ist das und bringt Ruhe und Gelassenheit. Und ich bin doch ein so selten gelassener Mensch. Ich entdeckte mit Hilfe des Videos eine ganz neue Seite an mir. Gelassenheit jetzt! Nicht nachher, nach einer Ganzbehandlung oder nachher, wenn der Boden gewischt ist. Jetzt. Stante pede. Und das ist doch eine Empfehlung wert, oder?

Das Buch habe ich, wie gesagt, erst angelesen. Bis jetzt bin ich noch nicht auf etwas gestoßen, das mich abstieße. Ich mag Borosons Art zu schreiben, einfach und klar. Und dabei scheint er beide Beine fest auf dem Boden zu haben.

 

Die Lebensregeln in der Meditation
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Von Anfang an war Gassho die Meditationsform, die im Reiki ge­lehrt wurde: Dabei werden die Hände vor der Brust aneinander gelegt und der Fokus auf die Spitzen der Mittelfinger ge­richtet. Klingt einfach? Probier‘s mal!
Dabei sollten dann die Lebens­regeln rezitiert werden. Mir persönlich ist es jedoch un­möglich, zeit­gleich auf den Text und auf die Mittel­fingerspitzen zu achten. Mir reicht eine Aufgabe völlig…

Und schon habe ich einen Teil von Usuis Vermächtnis hinten unter kippen lassen:

Jeden Morgen und Abend – sitze im Gassho,
fühle die Worte in deinem Herzen
und sage sie mit deinem Mund.

Jetzt kann man sich natürlich darüber streiten, ob es noch Reiki ist, das ich betreibe, und ich weiß, dass es Leute gibt, die dies vehement bestreiten würden. Für mich ist das Gundlegenste am Reiki, dass es simpel ist und keine Dogmen kennt. Fasst man Usuis Text als Empfehlung auf, kann ich gut damit leben. Fasst man es als Dogma auf, steige ich aus.

Man kann Prinzipien aufstellen wie Wegweiser oder wie Galgen.
Hans Kasper, 1916 – 1990, deutscher Schriftsteller

Ich glaube, dass nur, wer frei ist von Verpflichtung und Dogmatismus, wirklich die Bedeutung eines Textes (oder anderen Kunstwerks) wirklich erfassen kann. Daher rate ich dir, die traditionelle Gasshomeditation mit den Lebensregeln auszuprobieren. Und falls du nach genügend Versuchen zu dem Schluss kommen solltest, dass das nichts für dich ist, musst du dir eben etwas anderes suchen. Wie wäre es damit,

  • jeden Morgen über eine der Lebensregeln zu meditieren und sie während des Tags immer wieder in das Bewusstsein zu holen. Habe ich gerade jetzt nach dieser Regel gehandelt?
  • in Büchern und Zeitschriften immer wieder über die Lebensregeln zu lesen und das eigene Verständnis so zu erweitern.
  • im Reiki-Tagebuch eigene Erkenntnisse, Anschauungen, Gefühle zu den Lebensregeln festzuhalten und ab und an nachzulesen, ob sich da etwas geändert hat.
  • nach einem entsprechenden Text aus deinem Kulturkreis zu forschen.
  • Gassho ohne Rezitation der Lebensregeln zu versuchen.
  • die Lebensregeln in einer zu dir passenden Haltung zu rezitieren.

Wenn man sich die Reiki-Lebensregeln durchliest, so findet man nichts darin, das sich nicht auch woanders finden ließe. Und das bedeutet für mich zweierlei:

  1. Ich muss nicht mit den Lebensregeln Mikao Usuis arbeiten, sondern kann mir entsprechende Lebensregeln woanders suchen. (Es bietet sich das Neue Testament an…)
  2. Ich kann mit Mikao Usuis Lebensregeln arbeiten, unabhängig von meinem weltanschaulichen und religiösen Hintergrund.

Gerade heute suche ich nach meinem Weg.