Warum werden auch Reikimeister krank?
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Foto: Graur Razvan Ionut

Es gibt sie natürlich: Die Reikimeister, die einfach immer gesund sind. Und es gibt die anderen, die wie andere Menschen auch, sich mit akuten und chronischen Zipperlein und Krankheiten durch das Leben schlagen. Ist die persönliche Gesundheit eines Reikimeisters ein Qualitätsmerkmal?

Vielleicht. Mikao Usui selbst hat im Hikkei geschrieben:

If you can’t heal yourself, how can you heal others.

Dennoch glaube ich nicht, dass die Antwort gar so einfach ist. Krankheiten können uns tatsächlich weiter bringen und Dinge erkennen lassen. Vielleicht ist es tatsächlich so, dass es so etwas wie zugewiesene Lernaufgaben gibt. Auf jeden Fall aber bin ich der Überzeugung, dass es gar nicht so sehr darauf ankommt, welche Krankheiten wir trotz Reiki haben, sondern welche wir dank Reiki nicht (mehr) haben. Ich zum Beispiel habe durchaus eine beeindruckende Ansammlung von Wehwehchen. Aber ich schlafe gut. Das klingt nach billigem Trost, ist aber weitaus mehr. Bis zu meiner Einweihung in Reiki war ich ständig müde, weil ich schlecht schlief. Ich war Weltmeisterin in SchlechtSchlafen, und zwar in allen Disziplinen: SchlechtEinschlafen, NichtDurchschlafen, FrühAufwachen. Und heute schlafe ich meist ein, ehe ich auch nur ein paar Seiten im Bett lesen konnte, ich schlafe durch und wache häufig 20 Minuten vor dem Weckerklingeln auf. Daran hat Reiki den Löwenanteil, davon bin ich überzeugt.

Und dann geht es bei Reiki ja nicht um Genesung, sondern um Heilung, und da spielt das Seelenheil eine maßgebliche Rolle. Es ist schlicht so, dass Seelenheil und Jammern nicht zusammen passen. Und damit wären wir wieder bei den Lernaufgaben…