Tag 2: Viel Reiki hilft viel?
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Foto: reativedoxfoto

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Vielleicht warst du gestern enttäuscht, so wenig zu lesen zu bekommen? Dieses Jahr geht es mir mehr darum, altbekannte Dinge neu auszuprobieren und miteinander zu vergleichen. Daher ist die heutige Aufgabe auch sehr ähnlich. Sie enthält eigentlich nur eine geringfügige Variation, die jedoch vom Gefühl her eine Menge ausmachen kann. Lass dich also einfach mal darauf ein.

 

Nimm die gleichen Positionen ein wie gestern – aber ohne zeitliche Vorgaben.

Lass dein Bauchgefühl entscheiden, wie lange du eine Position hältst: eine kurz, eine andere erheblich länger. Lass also keinen Timer laufen und keine Musik mit Signalen zum Positionswechsel. Wenn du magst, kannst du ja vorher auf die Uhr sehen und dann feststellen, wie lange du dir heute insgesamt Reiki gegeben hast. Genauso lange wie gestern, länger, kürzer? Woran könnte das liegen?

Oder: Lade einen Gegenstand auf

Benutze dazu die Methoden, die dir gelehrt wurden, welche das auch seien. Macht es einen Unterschied, ob du deinen Bergkristall, den Teddy oder was du gewählt hast, zwei Minuten auflädst oder fünf, zehn, zwanzig, sechzig…? Orientiere dich dabei nicht an Vorgaben, die du aus Büchern, von deiner Meisterin oder sonstwoher hast, sondern an deinem Gefühl.
Den aufgeladenen Gegenstand kannst du übrigens in ein paar Tagen noch einmal gebrauchen. Leg ihn also irgendwohin, wo er sich bis zu seinem erneuten Einsatz wohl fühlt. 🙂

Oder: dreimal atmen

Das ist immer noch eine schöne Methode.

Tag 1: feste Positionen
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Foto: creativedoxfoto

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Heute geht es also los. Bis zum 31. Dezember bekommst du jeden Tag eine Anregung, wie du deine tägliche Selbstbehandlung gestalten kannst. Im Idealfall ergibt sich so bis zum Ende des Jahres ein geschlossenes Bild. Ich bin gespannt, wie sich diese Zwischentage für mich entwickeln. Letztes Jahr hatte ich schon lange vor Weihnachten alle Texte geschrieben. Dieses Jahr habe ich nur einen groben Plan und schreibe sozusagen in Echtzeit. Naja, gut: am Vortag. Ich steh doch nicht in den Ferien so früh morgens auf!

 

 

positionen-takata

Den meisten von uns wurden im Seminar zum ersten Grad eine Abfolge von standardisierten Handpositionen gezeigt. Das ist eine Tradition, die Hawayo Takata eingeführt hat. Sie lehrte für die Eigenbehandlung acht Positionen. Vielleicht hast du erheblich mehr Positionen gelernt – dann nimm das, was dir von deinem Meister gelehrt wurde. Solltest du gar keine Positionen bekommen haben, so ist deine Ausbildung nicht weniger wert – sondern stammt lediglich aus einem anderen Stil. Dann nimm doch bitte Takatas Positionen.

Hier kannst du die entsprechenden Zeichnungen als PDF herunterladen:


Heute nun lade ich dich ein, dir an jeder dieser Positionen die Hände für eine festgelegte Zeit aufzulegen.

Wieviel Zeit hast du? Pro Position 5 Minuten? Oder doch nur 3? Ich finde es schöner, mir kürzer Reiki zu geben, dafür aber mit Sicherheit nicht unterbrochen zu werden. Ich plane also lieber kürzer.
Du kannst heute gut die CD mit den Signalen zum Positionswechsel gebrauchen. Oder vielleicht hast du einen Intervalltimer für den Sport? Oder aber du benutzt eine App für dein Smartphone und stellst die gewünschte Zeit ein.

Und das ist alles. Einfach nur genießen. Wahrscheinlich wird es Ende des Jahres einfacher, den Roten Faden in den Zwischentagen zu entdecken, wenn du täglich in dein Reikitagebuch schreibst. Ich werde mir diese Zeit gönnen.

Extra: Ganzbehandlung unterbrechen

Es gibt ReikimeisterInnen, die lehren, dass Behandlungen aus Zeitmangel auch gesplittet werden können. Eine halbe Ganzbehandlung morgens und den Rest dann abends ergäbe eine komplette Ganzbehandlung. Probiere das doch irgendwann einmal einfach aus, wie es sich für dich anfühlt. Würdest du das so weiter empfehlen?

Husch-husch-Reiki
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Foto: Stuart Miles

Du scheiterst daran, dir jeden Tag Reiki zu geben, weil einfach die Zeit fehlt? In einigen Reiki-Stilen werden 21 Positionen gelehrt, die jeweils mindestens 5 Minuten gehalten werden müssen.
21 * 5 min + 10 min Vorbereitung und Einstimmung = fast zwei Stunden!
Klar, die Zeit muss erst einmal gefunden werden.

Ich habe vor langer Zeit schon die Positionen übernommen, wie Hawayo Takato sie überliefert haben soll: Das sind für die Selbstbehandlung 8 Positionen.
8 * 5 min + 10 min = 50 min    Das klingt doch machbar.

Und manchmal gibt es so Tage, an denen es schneller gehen muss. Ja, natürlich, eigentlich sollte es sie nicht geben. Aber diesseits der Erleuchtung kommt das vor. Und dann? Einige Reikimeister lehren, dass eine Ganz­behandlung auch auf mehrere Portionen über den Tag aufgeteilt werden kann. Ich halte davon wenig, denn mehrere Teilbehandlungen ergeben eben keine Ganz­behandlung.
Ich fühle mich dann besser, wenn ich jede Position einnehme – nur eben kürzer.
8 * 3 + 5 min < ½ Stunde oder gar 8 * 2 + 5 min ≈ 20 min
Das muss nun wirklich nicht jeden Tag sein, aber im Zweifel ist Husch-Husch-Reiki besser als kein Reiki.

Probiere du doch aus, wie wenig Reiki immer noch Reiki ist! Teilst du meine Ansicht zu Ganzbehandlungen oder bist du der Meinung, besser auseinander gerissen als kurz?

 

Handposition bei Übelkeit
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Oftmals legen wir uns die Hände intuitiv auf. Bei Bauchschmerz oder Übelkeit ist es die Bauchregion, wo unsere Hände landen. Manchmal ist das aber gar nicht so geschickt. Die Hände auf dem Magen sind beispielsweise bei Übelkeit nicht die hilfreichste Idee: Durch den Druck der Hände ver­schlimmert sich das Befinden eher.

 

Zeichnungen: Katrin Buske

 

 

Die Hirnregion, die für Erbrechen zu­ständig ist, liegt im verlängerten Rücken­mark (Medulla oblongata) und wird von der Hinter­kopfposition abgedeckt – da gehören also die Hände hin.

Das kannst du beim nächsten Anfall von Übelkeit gut selbst ausprobieren – möge es schön lange dauern, bis du Gelegenheit dazu hast. 😉

 

 

 

 

 

Bei Übelkeit ist es nicht hilfreich, die Hände auf den Magen zu legen: Durch den Druck der Hände ver­schlimmert sich das Befinden eher.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Hirnregion, die für Erbrechen zu­ständig ist, liegt im verlängerten Rücken­mark (Medulla oblongata) und wird von der Hinter­kopfposition abgedeckt – da gehören also die Hände hin.

 

 

Bei Übelkeit ist es nicht hilfreich, die Hände auf den Magen zu legen: Durch den Druck der Hände ver­schlimmert sich das Befinden eher.

 

Die Hirnregion, die für Erbrechen zu­ständig ist, liegt im verlängerten Rücken­mark (Medulla oblongata) und wird von der Hinter­kopfposition abgedeckt – da gehören also die Hände hin.