Reiki als Burnout-Prävention
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Foto: Marcus74id

„Solange ich meine schöpferischen Gaben beachtet habe, konnte ich frei beten und als Mensch wachsen. Habe ich mich jedoch an der Leugnung dieser Gaben beteiligt oder sie unterdrückt, so ging es mir schlecht. Meine Liebe zum Leben schwand. Ich betete nicht mehr. Ich wurde kleinmütig und zynisch oder trieb mich bis an den Punkt, wo ich kleinmütig und ausgebrannt war. Ich litt unter Arbeitszwang, um so auszugleichen, was ich meinem schöpferischen Selbst verweigerte.“

Meister Eckhart (1260-1328)

 

Wer hätte das gedacht, dass Meister Eckhart an Burnout gelitten habe?! Leider kenne ich mich noch zu wenig aus mit seinen Schriften und seiner Biografie, dass ich nicht weiß, ob nicht vielleicht die Erfahrungen mit dem Ausgebranntsein ihn zu dem spirituellen Meister gemacht haben.

Burnout ist keine Krankheit, sondern deutet auf Schwierigkeiten mit der Lebensbewältigung. Insofern ist es möglich, die Einstellungen zum Leben, zur Arbeit, zu sich selbst so zu ändern, dass man aus dem Burnout wieder herauskommt. Dazu bedarf es dann aber meist einer längeren Therapie.

Gegen Burnout könnte man sehr viel vorbeugend tun. Nur leider gehört es zum Burnout dazu, dass die Betroffenen so gar nicht einsichtig sind. „Ich hab‘ doch kein Problem mit Burnout. Ja, gut, im Moment ist es etwas stressig. Nächstes Wochenende muss ich auch noch arbeiten, weil ich die Vorbereitung sonst nicht schaffe. Bis Weihnachten ist es also ein bisschen viel, aber dann habe frei, feiere mit meiner Familie und kann in Ruhe das nächste Projekt planen.“

„Da sagte der Schwiegervater zu Mose: Es ist nicht richtig, wie du das machst. So richtest du dich selbst zugrunde und auch das Volk, das bei dir ist. Das ist zu schwer für dich; allein kannst du es nicht bewältigen.“

2. Mose, 18,17-18

Die Erkenntnis, dass tatsächlich ein ernstzunehmendes Problem vorliegt, kommt meist von außen und wird häufig noch lange verleugnet. Wenn Burnout ein Problem ist, dass Betroffene nicht erkennen können – wie sollten sie dann vorbeugen können. Das lässt sich generell leider nicht sagen, aber es gibt etwas, das du tun kannst:

Kümmere du dich, egal, ob du burnoutgefährdet bist, um dein schöpferisches Selbst. Benutze Reiki nicht, um anderen zu helfen. Vor allem nutze es, um dir zu helfen. Auch mit Reiki kann man sich wunderbar in ein Helfersyndrom und Burnout arbeiten. Achte vorrangig auf dich. Und erst, wenn deine Speicher voll sind, denke an andere.

Reiki stellt die Verbindung zu einer Kraft her, die der Kerze wieder neue Nahrung geben kann. Es sorgt für die Entspannung, die notwendig ist, um Belastungen zu verarbeiten. Es aktiviert die Selbstheilungskräfte. Jetzt. Hier.

Reiki im Steinkreis
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Foto: Simon Howden

Es ist eine schöne Sache, sich oder anderen in einem Steinkreis Reiki zu geben. Er muss nicht so groß wie der in Stonehenge sein, aber vielleicht doch so groß, dass man sich hineinsetzten oder -legen kann.

Am Strand gefundene Kiesel oder Feuersteine sind wunderbar. Getrommelte Amethyste oder Bergkristalle auch. Wie tausend andere Sorten… Nimm einfach Steine, die dir gefallen. Schön runde sind vielleicht für den Anfang am besten, weil sich die Energie am harmonischten verteilt, aber du musst nun wirklich nicht viel Geld für ein Dutzend Kugeln ausgeben – die Steine auf dem Foto erfüllen das Kriterium „rund“ auf jeden Fall ausreichend für einen Steinkreis.

In welcher Position gibst du dir am liebsten Reiki? Wo? Schon weißt du, wo du den Kreis legen solltest und wie groß er sein muss, damit du hineinpasst. Es muss auch kein perfekter Kreis sein, ein schönes Oval tut es auch und passt in aller Regel leichter in ein Zimmer.
Sitzt du am liebsten in deinem kuscheligen Sessel, dann legst du eben die Steine auf dem Fußboden um den Sessel (und den Fußschemel) drumherum. Liegst du am liebsten auf deinem Bett, dann wird der Kreis wahrscheinlich eher eckig. Hast du einen großen Garten, möchtest du vielleicht einen Kreis aus recht großen Steinen legen. Kreis legen, hineinsetzen oder legen, Reiki fließen lassen, fertig.

Es wäre aber kein Reiki*Lichtspiel, wenn nicht ein Experiment dranhinge. Wenn du einen Kreis aus Trommelsteinen legst – ist der dann gleich aufgeladen? Oder erst nach drei Stunden?

Lege dir eine solche Tabelle an. Die Abstände der Minuten habe ich so gewählt, dass sie mit dem Gong zum Positionswechsel einer ReikiCD zusammenpassten. Bei jedem Gong habe ich dann nachgefühlt und kurze Notizen und Zeichen wie +, ±, ↑ oder ? eingetragen.

Mein Protokoll sagt mir eine Menge darüber, wie sich die Energie in einem neu gelegten Steinkreis entwickelt. Und ausbaufähig auf Stunden, Tage, Wochen ist es allemal. Wie sieht das denn bei deinem Steinkreis aus?

Kraftorte
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Foto: Worakit Sirijinda

Ein Kraftort ist ein Platz dessen Energie sich wahrnehmbar von der durchschnittlichen Energie der Umgebung abhebt. Das mag im positiven Sinn sein als ein Ort, der Kraft gibt, der Gedanken fliegen lässt, der Ruhe atmet. Oder aber ein Ort, der Kraft nimmt, erschöpft und ängstlich macht.

Dabei ist es durchaus nicht so, dass ein bestimmter Ort sich für alle Menschen gleich anfühlt. Die Energien, die ich brauche, lassen dich vielleicht völlig kalt oder stoßen dich sogar ab. Es gibt jedoch Orte, die sehr viele Menschen ähnlich empfingen, und das sind dann die eigentlichen Kraftorte.

In diesem Monat möchte ich ein paar kleine Artikel zu Kraftorten schreiben und hoffe, dass du Lust hast, ab und zu einmal in meinem Blog hereinzuschauen.

  1. Kraftorte
  2. Von Menschen geschaffene Kraftorte
  3. Natürliche Kraftorte
  4. Reiki*Lichtspiel: Vortexes spüren
  5. Von Dingen geschaffene Kraftorte
  6. Kraftorte von negativer Energie reinigen?
  7. Was haben Kraftorte mit Reiki zu tun?
  8. Reiki*Lichtspiel: Zuhause einen Kraftort schaffen
  9. Buchtipp

Energiegebet
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Foto: Susie B.

Heute mal ein sehr christlich geprägter Artikel.

Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.
Matthäusevanglium 6, 28-29

 

Dies ist die christliche Formulierung von „Gerade heute sorge dich nicht.“ Sorge zwängt uns ein, und das ganz unnötig, da doch für uns gesorgt ist. Wenn wir frei sind von Sorge, sind wir auch frei zu

  • zu entscheiden, was uns wichtig ist.
  • zu vertrauen.
  • zu danken.

Die Freiheit von etwas ist eine feine Sache, aber erst die Freiheit zu etwas macht wirklich frei.

Ich sehe hier einen Zusammenhang zu den Wunschthemen der letzten Zeit: Wenn ich mein Herz an einen Wunsch hänge, den ich ach so gern erfüllt haben möchte, so säe ich dabei zugleich die Sorge, dass er nicht erfüllt werden könnte. Jemand mit Wünschen führt nahezu zwangsläufig ein sorgenvolles Leben. Sich nicht zu sorgen, nicht an Wünschen zu haften, ist eine schwierige Aufgabe, die es zu bewältigen gilt. Dabei kann Beten im weitesten Sinne ausgesprochen hilfreich sein.

Im Christentum unterschied man früher zwischen verschiedenen Arten des Gebets. Die ersten drei stellen harte Arbeit dar, die letzte ist immer ein Geschenk:

  • oratio: das Wortgebet, in etwa das, was wir heute meist unter dem Begriff Gebet verstehen
  • ruminatio: wörtlich das Wiederkäuen, das ständige Wiederholen eines Wortes, Spruchs oder Namens, der uns geläufigere Name wäre heute Mantra; eine alte christliche Form, die wieder zunehmend bekannter wird ist das Herzensgebet
  • meditatio: das geistige Betrachten eines Textes, Bildes o.Ä.
  • contemplatio: gegenstandslose Anschauung, das Verschmelzen von mir und Gott, unio mystica

Ich will jetzt gar nicht krampfhaft Reiki als Teil eines christlichen Wegs beschreiben oder christlich herleiten. Aber irgendwann stellte ich fest, dass ich zuweilen Reikigaben in Gedanken mit „Amen.“ schloss. Und dass teilweise tatsächlich eine Verbundenheit einstellte, die eine Vorstufe zur Kontemplation sein könnte. Daher traue ich mich doch, versuchsweise einmal ganz vorsichtig hinzuzufügen:

  • reiki: ein Energiegebet, das Leeren des Geistes bei gleichzeitigem Handauflegen

Reiki als Energiegebet setzt jedoch Gott nicht als Person voraus und würde von der Kirche immer noch abgelehnt. Ein Gottesbild, indem Gott als eine Kraft (z.B. als Pneuma) beschrieben wird, wurde von der Kirche schon früh abgelehnt. Kirchliche Kritik an Reiki bezieht sich hauptsächlich auf die kritische Haltung der Stiftung Warentest (Was für ein theologisches Argument!?!) und eben auf die fehlende Personalität Gottes in den Ki-Bewegungen, zu denen natürlich Reiki zählt. Das musst du jetzt selbst für dich herausfinden: Ist Gott eine Person? Oder kann er auch eine Kraft sein?

Foto: Cvmontuy

 

Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.
Matthäusevanglium 6, 26

Füße überkreuzen?
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Immer wieder liest und hört man, dass man beim Reiki geben Beine und Arme nicht überkreuzen sollte. Warum eigentlich nicht?

Gekreuzte Arme und Beine oder auch abgeknickte Gließmaßen (Kauern, Beine unter den Körper gezogen…) unterbrächen den Energiefluss durch den Körper. Daher sei aufrechtes Sitzen und Stehen wichtig und eben, dass sich die Arme und Beine nicht kreuzen. Auch sei diese überkreuzte Haltung Ausdruck einer Abwehr und daher Energiearbeit einfach nicht zuträglich.

Also sei es hinderlich, sich Reiki im Schneidersitz zu geben. Aber der Lotussitz wiederum ist günstig, weil der die Energien bündele. Abgeknickter als im Lotussitz geht es doch kaum, aber das ist dann wieder in Ordnung?

Die Anweisung, den Reikifluss nicht auf diese Weise zu unterbrechen, stammt ursprünglich wohl von Menschen, die auch mit polaren Energien (Yin – Yang) arbeiteten. Bei diesen ist es meines Wissens tatsächlich so, dass der Energiefluss so gestoppt oder gehindert werden kann. Bei Reiki habe ich diese Beobachtung noch nicht gemacht. Ich sitze, stehe, liege, wie es mir gerade passt: Schön bequem und entspannt. Auch mal im Schneidersitz, aber nie im Lotussitz. Den schaffe ich nämlich nicht. 😉

Simples Reiki*Lichtspiel: Bei der nächsten Selbstbehandlung überkreuzt du immer mal die Beine und legst sie dann wieder nebeneinander. Unterschied?

Ein besonders schönes Reiki*Lichtspiel stammt von Mari Hall (zit. n. www.reikimastery.com):

Das Reiki-Kreuz: Setze dich mit überkreuzten Beinen hin. Überkreuze dann die Arme entgegengesetzt. Wenn also dein linkes Bein über deinem rechten liegt, soll dein rechter Arm über dem linken liegen. Lass für ein paar Minuten Reiki fließen. Dann tausche die Positionen aus, um die andere Seite auszubalanzieren.

Und?

Fernreiki ohne Symbole
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Fernreiki ist eine Methode des zweiten Grads, da sie die Symbole voraussetzt. Aber auch ohne Symbole kannst du es versuchen. Ich garantiere natürlich für gar nichts und arte legis ist dieses Reiki*Lichtspiel schon gar nicht. Aber nur Versuch macht kluch. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit – und wenn deine Aufmerksamkeit nur stark genug gerichtet ist, kannst du auch Reiki senden.

Eine Möglichkeit ist die Reikibox, denn sie ist so schön fassbar.Besorge dir eine möglichst schöne Schachtel, Dose o.Ä. Vielfach wird be­hauptet, diese dürfe keinesfalls aus Metall sein. Daraus ließe sich natürlich ein eigenes Reiki*Lichtspiel machen, aber ich schlage vor, es für den Anfang einfach mal so hinzunehmen und eine aus Holz, Pappe o.Ä. zu wählen. In dem Bild siehst du eine Dose aus Speckstein, die ich dafür sehr schön finde. Sie schmiegt sich gut in die Hände, fasst sich gut an und der Speckstein scheint mir einfach richtig dafür zu sein.
In diese Box legst du dann Zettelchen, auf denen Wünsche stehen, z.B. „Reiki für Frank“. Und dann nimmst du die Schachtel in die Hände und lässt Reiki fließen. Dabei können in der Box durchaus mehrere Zettel sein.

Das war’s. Wer den zweiten Grad hat, kann natürlich auch gern die Symbole zu Hilfe nehmen und das möchte ich sogar empfehlen. Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass Fernreiki mit dem ersten Grad wie eine Autofahrt auf einem holprigen Weg entspricht, die Fern­behandlung aus dem Zweiten Grad ent­spräche einer rasenden Fahrt auf einer Autobahn. Meiner Empfindung nach kommt das hin. Insbesondere hat es mich fasziniert, dass es mit dem ersten Grad eine zeitliche Verzögerung von ziemlich konstant 1½ Stunden gab. Na, wenn das jetzt nicht genügend Stoff zum Spielen ist…

Die Bedeutung der Reikigrade
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Stufen

Foto: Exsodus

Ich habe in Alexander Gottwalds Blog einen interessanten und inspirierenden Artikel gefunden, in dem es um die einzelnen Reikigrade geht. Für mich ist das eines der Themen, die immer wieder auftauchen und an denen ich wachse. Im Moment stellt es sich für mich wie folgt dar:

  1. Grad – Hier geht es um das Wahrnehmen von Energien, von Feinstofflichkeit. Für viele Menschen beginnt hier die Möglichkeit, überhaupt in Betracht zu ziehen, dass „es da etwas gibt“. Es muss ein Vertrauen in die eigene Wahrnehmung gebildet werden, es gilt gleichsam, der Energie zu lauschen.
    → Daher halte ich praktische Übungen für diesen Grad für unerlässlich; das Grad-I-Seminar sollte voll davon sein. Um gleich vieles ausprobieren zu können, sind Kleingruppen in den Seminaren sehr schön. Und meine Reiki*Lichtspiele sind letztliche der Ausdruck dafür, dass es einfach Spaß bringt, die Energien zu erfahren, unabhängig vom Reikigrad.
  2. Grad – Nun kann man mit der Energie tatsächlich und buchstäblich arbeiten. Die Umwelt kann mit Reiki gestaltet werden: Fernreiki, Mentalreiki, Manifestieren, Transformieren… Jetzt steht das aktive Tun im Vordergrund.
    → Nicht alles, das man tun kann, sollte man auch tun. Eine Nebenwirkung kann ein wahrer Ego-Boost sein und es ist notwendig, ethische Beschränkungen zu akzeptieren und zu verinnerlichen.
  3. Grad – Hier trenne ich mal zwischen Meister- und Lehrergrad, weil die Themen tatsächlich andere sind. Es bildet sich hier ein Vertrauen in Reiki aus. Ich muss mich gar nicht anstrengen und alle Methoden und Tricks, die Reiki bietet, anwenden. Ich kann Reiki auch einfach zulassen. Und dann geschehen die Wunder!
    → Um Reiki so frei fließen lassen zu können, bedarf es einer Verschiebung des Bewusstseins fort vom Alltäglichen. Was auch immer zur eigenen Weltanschauung oder Religion passt: Meditation, Gebet, Achtsamkeit… Ohne solche spirituellen Erfahrungen wird sich das Bewusstsein kaum öffnen.
  4. Grad / Lehrergrad – Andere zu lehren, wie es geht, wenn man selbst doch weiß, dass man nichts dazu tun muss, ist vielleicht das Schwierigste überhaupt. Die Erkenntnis, noch nicht erleuchtet zu sein, sondern vielmehr ein fehlbarer Mensch, macht demütig genug, Schüler einen eigenen Weg finden zu lassen. Der Lehrer wird so zur Landkarte, die Abkürzungen, Umwege, gefährliche und beschauliche Strecken aufzeigt.
    → Um das leisten zu Können, braucht der Lehrer Wissen: fachlich, didaktisch, psychologisch… Mit dem reinen Wissen um die Einweihungsrituale ist es nicht getan. Geduld und Humor werden zu den wichtigsten Lernaufgaben.

Frühjahrsputz
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Foto: Suat Eman

Die Tage werden länger, die Sonne scheint intensiver – und man sieht den ganzen Schmutz viel besser. 😯 Da hilft es nur, den Putzeimer zu ergreifen und loszulegen. Es ist ja auch nicht gleich notwendig, die ganze Wohnung auf den Kopf zu stellen. Pick dir einfach eine Sache heraus, statt einen vollständigen Plan für Haus und Hof zu erstellen. Besser, als eine Stunde an einer ausgefeilten To-do-Liste zu arbeiten, ist es, in einem Zimmer die Fenster zu putzen, damit die liebe Sonne auch wirklich hineinscheinen kann.

Und, hat das Ganze auch noch irgendetwas mit Reiki zu tun? Ja, natürlich. Bei Reiki geht es um Energien, die frei schwingen können sollen. Dreck erschwert das erheblich und verringert die Energien, die uns zur Verfügung stehen könnten. Frühjahrsputz schafft also buchstäblich Klarblick, lässt leichter atmen und sorgt für frischen Wind.
Außerdem ist es auch eine gute Gelegenheit daran zu erinnern, wie gut es sich anfühlt, in einem sauberen und aufgeräumten Zimmer auch noch das Reiki-Reinigungsritual zu vollziehen. (Mit Reiki I: Reiki in den Raum geben; ohne Reiki: einfach gemütlich dasitzen, Tee trinken und sich an dem ordentlichen Zimmer erfreuen)

Und sieht es bei mir immer prima aus? Nein, selbstverständlich nicht. Aber gerade in dieser Jahreszeit geht manches am Putzen einfach leichter von der Hand und den Schwung will ich natürlich ausnutzen. Ich könnte zum Beisiel gleich mal die Pflanzen umtopfen.

Reiki und Wissenschaft II
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Holzschnitt von Flammarion

Gestern schrieb ich: „Sofern sich diese Aussagen erhärten…“ und ich möchte heute kurz darstellen, warum ich trotz so anschaulicher fotografischer Beweise und beeindruckender Ergebnisse immer noch meine Zweifel habe.

Die Herangehensweise an die Versuche, mit denen Reiki wissenschaftlich nachgewiesen werden soll, halte ich eben gerade nicht für wissenschaftlich. Ein Beispiel möge das erläutern:

In einem Versuch wurde eine Wasserflasche, die in Sofia in Ignatovs Büro stand, per Fernreiki behandelt und Ignatov wies eine Veränderung nach. Dann wurde ein Metallcontainer über die Flasche gestülpt und noch einmal Fernreiki gegeben, mit dem Ergebnis, dass die Menge der empfangenen Energie deutlich geringer war. Dieses geschah mehrfach in der gleichen Weise, auch bei verschiedenen Reikisendern.
Nun mag dies ein schönes Ergebnis sein, wirklich bedeutend wäre es aber nur dann, wenn sich nicht sofort weitere Fragen stellten:

  • Was wäre, wenn die Reikisender nicht wüssten, ob der Metallkasten die Flasche abschirmte? Würden dann die gleichen Ergebnisse erzielt werden?
  • Und wenn Ignatov bei der Bewertung des Wassers nicht wüßte, ob der Kasten darüber war? Eine Assistentin könnte ihm ja die Flaschen zur Auswertung geben, ohne darauf zu vermerken, um welche es sich handelt.
  • Man könnte sogar ab und zu völlig unbehandelte Flaschen zur Auswertung geben.

Wissenschaftler sind sich bewusst, dass unsere Erwartungshaltungen oftmals bestimmte Ergebnisse vorgeben und dann tatsächlich die erwarteten Ergebnisse auch beobachtet werden. Daher wird in Blind- und Doppelblindversuchen diese Erwartungshaltung aus dem Versuch herausgenommen. Ein Reikibeispiel habe ich gerade bei den Reiki*Lichtspielen eingestellt.
Sauber wissenschaftlich gearbeitet wurde hier also nicht – und das finde ich sehr schade, denn es diskreditiert Reiki: „Ja, wenn die schon wissenschaftlich argumentieren…!“ Ignatovs Forschungen leiden sicher an chronischem Geldmangel und das mag das Vorpreschen ein Stück weit erklären. Leider aber haben wir so keinerlei wissenschaftliche Beweise, sondern lediglich Hinweise. Diese sind interessant, keine Frage. Aber eben nicht geeignet, um Skeptiker zu überzeugen.

Reiki und Wissenschaft I
Reiki und Wissenschaft III

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:FlammarionWoodcut.jpgSofern sich diese Aussagen erhärten

Wolle versus Dralon
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Foto: Michelle Meiklejohn

Decke ich einen Klienten mit einer Dralondecke zu, hat dies auf sein Empfinden der Reikibehandlung eine ganz andere Wirkung, als wenn ich ihn mit einer Schurwolldecke zudecke. Wolle wird als natürlicher empfunden, Dralon traut niemand zu, die Energie auch wirklich so durchzulassen.
Bitte ich den Klienten aber, erst die Augen zu schließen und decke ihn dann zu, sind seine Empfindungen nicht durch die Erwartungshaltung geprägt. Und es stellt sich heraus, dass viele Menschen die Dralondecke als weitaus angenehmer empfinden als die aus Wolle.

Warum? – Weiß ich nicht. Probier es mal aus, ob das auch bei dir so ist.

Um einen Doppelblindversuch zu machen, dürfte auch ich nicht wissen, um welche Decke es sich handelt. Daran scheitere ich: Selbst wenn ich jemanden fände, der vor der Behandlung die Decke auflegt, müsste ich dann ja mit verschlossenen Augen ohne Berührung des Klienten Reiki geben. Und das ist dann doch etwas für Lichtspiele, nicht für Behandlungen – da habe ich meine Intention doch lieber woanders. 🙂