E² und mein Autoradio
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Ich bin jetzt beim Kapitel Abrakadabra angelangt. Wer hat nur diese Titel erfunden…? Jedenfalls geht es hier darum, sich konkret etwas zu wünschen, dass dann eintrudeln möge. Ich habe lange überlegt, was das sein könne und bin zu dem Schluss gekommen, mir etwas in  Sachen Autoradio zu wünschen.

Ich sage immer, für mich bräuchte ein Auto nur gern vier Räder, ein Lenkrad und einen CD-Player. Ist gelogen, ich stehe auch auf Bremsen und Abblendlicht und ähnlichen technischen Schnickschnack. Aber ein Auto muss nicht schick, schnell und schön sein. Praktisch und sicher reicht – wenn es denn einen CD-Player hat.

Im September habe ich ein „neues“ Auto gekauft, selbstverständlich mit CD-Player. Nun rate mal, was seit neuestem CDs frisst, statt sie abzuspielen? Und das mir!
Der Weihnachtsmann hatte ein Einsehen und brachte mir ein Autoradio. So mit USB- und Aux-Luxus. Schön.

Einbauen. Also das alte Radio ausbauen. In der Anleitung steht, dass ich unbedingt aus wahnwitzig wichtigen technischen Gründen den Minuspol der Batterie abklemmen müsse. Du erinnerst dich – es ist für mich ein neues Auto. Das erste Mal die Motorhaube öffnen. Dazu muss ich an jenem Hebel ziehen und irgendwo muss da noch ein Knopf sein. Nach zehn Minuten vor der Kofferraumhaube kniend und den Kühlerrost mit einer Taschenlampe absuchend, habe ich das Ding endlich gefunden. Und der Minuspol ist welcher? An dieser Stelle dann beschloss ich, den Einbau des Radios in berufenere Hände zu legen. Ich weiß, wann ich aufgeben muss.

Fachbetrieb. Einbau sei kein Problem und ja, auch so, dass das Radio mit ausgeschaltetem Motor laufen könne. Den klirrenden Lautsprecher vorn müsse man sich ansehen. Hinten Lautsprecher?! Da ist kein Platz, das geht nicht. Die könne man nur in den Kofferraum einbauen. Öh, danke. Nein.

Technikgeek. Klar, ey. Also das ist kein Ding. Und dann könne man ja gleich noch ein paar Lichteffekte… Öh, nein. Danke.

Ich will doch nur, dass mein Auto schön Musik abspielen kann. Das klingt viel besser, wenn sie von hinten kommt, also bitte von hinten. Mein Auto muss durchaus nicht bei satten Bässen mithüpfen, ich höre eher auf gehobener Spießerlautstärke. Und unter Lichteffekt verstehe ich beim Auto eher so etwas wie Fernlicht.

Also erbitte ich mir Abrakadabra, dass ich jemanden finde, der mein Autoradio einbaut, Lautsprecher nach hinten verlegt, den klirrenden Lautsprecher repariert/ersetzt/herausnimmt und all dies spätestens am 6. Januar tut und zwar ohne Hüpf- oder Lichteffekte.
Das ist dann also ein etwas größerer Zeitraum als nur 48 Stunden. Feiertagszuschlag sozusagen.

E² – Das mit der Synchronizität
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So, die nächste Aufgabe ist nun, ganz viel einer bestimmten Sorte ins Leben zu ziehen. Ich halte sonnenaufgangsbeige Autos in meinem Bewusstsein und begegne dadurch ganz vielen davon. Hhm.

Ich habe mir neulich ein neues Auto gekauft. Das, welches meinen Kriterien am nächsten kam, war ein Nissan Almera. In silber. Diese langweilige Farbe habe ich bestimmt nicht bewusst in mein Leben gezogen. Wieauch immer: Ich fuhr nun stolz wie Oscar mit meinem frisch erworbenen Wagen durch die Gegend und grinste: Von nun an, wusste ich, würde die Welt voller Nissans sein.
Aber es waren keine Nissans da. Nicht am ersten Tag. Nicht am zweiten. Nicht am… Am zehnten Tag dann alle auf einmal: Bei zwölfen habe ich aufgehört, zu zählen.

Fällt das auch unter Synchronizität, wenn es nicht funktioniert?

E² – Wo ist mein Geschenk?
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Oje. Was sagt das nur über mich aus? Ich war sehr zuversichtlich, dass ich ein Geschenk bekommen würde. Und? Nix. Ganz knapp, bevor die 48 h abliefen, las ich dann auf Facebook einen Artikel von Robert Betz: An jedem Morgen erhältst du ein ganzes Leben geschenkt. Und während in mir ein Streit gefochten wurde zwischen Ärger („Das ist ja nun kein Geschenk im Sinne des Experiments!“) und Anerkenntnis, dass es ein Geschenk ist, trudelten plötzlich Erinnerungen an die vergangenen 48 h ein. Eine Kontrolle meines Kreditkartenkontos hatte ergeben, dass 200€ weniger in Rechnung gestellt wurden, als ich überschlagen hatte. Das war mir nicht als Geschenk aufgefallen. Meine Mutter hat mir  Blumen geschenkt. Das macht sie ein paar mal im Jahr. Aber zweimal innerhalb von 48 h?!

Also nochmal der Versuch: Als Zeichen dafür, dass es eine Kraft gibt, die auf meine Gedanken hört, mich versteht und für mich sorgt, erbitte ich – das ist das erste Experiment – ein Geschenk. Es möge mir bis Samstag 17:30 Uhr gegeben werden und muss etwas sein, von dem ich bis jetzt noch nichts ahne. Und ich bitte darum, dass ich es erkenne, in dem Moment, in dem ich es erhalte.

So blind kann ich doch gar nicht sein…

E² – Ob wohl meine Gedanken meine Welt verändern?
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Pam Grout: E² – Wie Ihre Gedanken die Welt verändern. Neun Beweise zum Selbsttesten. Ein dickes Buch über Lichtspiele! Hey! Die Ausgangsthese des Buches finde ich gegeben: Ich habe theoretisch annerkannt, dass Bewusstsein Materie erschafft. Ich habe The Secret gelesen und auch Bestellungen beim Universum. Ich weiß das alles.

Aber das blieb immer alles ziemlich unbefriedigend. Okay, so soll es also funktionieren. Kann ich nicht. Geht doch gar nicht. Was soll ich mit so vielen Parkplätzen?

Hier ist also ein Buch, in dem neun spirituelle Gesetzmäßigkeiten auf den Prüfstand gestellt werden. Die Autorin will nicht, dass ich ihr einfach glaube, sie möchte, dass ich ausprobiere. Und dann hoffentlich für gut befinde. Das kommt doch meiner Forscherseele sehr entgegen. Also losgelegt:

Als Zeichen dafür, dass es eine Kraft gibt, die auf meine Gedanken hört, mich versteht und für mich sorgt, erbitte ich – das ist das erste Experiment – ein Geschenk. Es möge mir bis Mittwoch 7:30 Uhr gegeben werden und muss etwas sein, von dem ich bis jetzt noch nichts ahne. (Meine Tochter arbeitet derzeit in einem Teeladen und wir haben gestern über einen bestimmten Tee gesprochen. Wenn sie mir davon morgen eine Probe mitbringt, zählt das nicht.)

Und jetzt bin ich tatsächlich gespannt, was ich denn bekommen werde…