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Neumond Der Mond ist 28 Tage alt
Tag Archives: Buchtipp
Martin Boroson: one moment meditation
Ich habe dieses Buch noch nicht einmal ausgelesen und doch möchte ich es empfehlen. Es ist erst vor wenigen Tagen auf deutsch erschienen und ich verkürzte mir die Wartezeit damit, mir auf youtube.de ein Video dazu anzusehen. Es gefiel mir, ich probierte aus und probiere seitdem immer wieder aus. Schön ist das und bringt Ruhe und Gelassenheit. Und ich bin doch ein so selten gelassener Mensch. Ich entdeckte mit Hilfe des Videos eine ganz neue Seite an mir. Gelassenheit jetzt! Nicht nachher, nach einer Ganzbehandlung oder nachher, wenn der Boden gewischt ist. Jetzt. Stante pede. Und das ist doch eine Empfehlung wert, oder?
Das Buch habe ich, wie gesagt, erst angelesen. Bis jetzt bin ich noch nicht auf etwas gestoßen, das mich abstieße. Ich mag Borosons Art zu schreiben, einfach und klar. Und dabei scheint er beide Beine fest auf dem Boden zu haben.
Die Reiki-Lebensregeln
Die Reiki-Lebensregeln – Fünf Prinzipien für ein gutes und spirituelles Leben. Herausgegeben von Frank Doerr.
In diesem Buch sind Beiträge verschiedenster AutorInnen zusammengetragen worden, die alle die Lebensregeln oder einzelne ihrer Aspekte berühren. Ihre Bezüge zu Buddhismus, Christentum, Anthroposophie, Psychologie werden erläutert und auch der Sinn von spirituellen Lebensregeln überhaupt.
Es enthält Artikel von Oliver Klatt, Don Alexander, Karl-Heinz Doppler, Laxmi P. Horan, Ewald Kurzbauer, Brigitte Müller, Horst H. Günther, Hergen Noordendorp, Bernhardo Schirmer, Harald Wörl, Peter Mascher, Dieter Stahl, Ute Wehrend, Walter Lübeck, Matthias Grünewald, Christel Seligmann, Michaela Weidner, Fokke Brink, Raimund Frenster, Brigitte Ziegler, Paul Mitchell. Schon diese Zusammenstellung macht deutlich, dass das Buch kein einheitliches Werk ist, sondern viele auch einander widersprechende Sichtweisen umfasst. Gerade das ist in meinen Augen seine Stärke.
Ein herausforderndes Buch. Auf jeden Fall eine Bereicherung und definitiv lesenswert.
Melody: Love Is In The Earth
Ich empfehle die amerikanische Originalausgabe, weil die deutsche einfach zu teuer ist. 150 € für Bücher auszugeben, liegt mir durchaus nicht fern, aber 150 € für ein Buch schon…
Melody: Love Is In The Earth – A Kaleidoscope of Crystals. Das ist ein ziemlich metapysisches Buch und ich kann mit vielem nicht viel anfangen. Die deutsche analytische Steinheilkunde liegt mir viel näher. Aber gerade darum sehe ich doch gern in diesem Buch nach – es ist eben anders. Es behandelt Aspekte, die bei Gienger oder Kühni/v.Holst gänzlich unbeachtet bleiben. Und es enthält Beschreibungen zu Steinen, die man sonst so nicht findet. Das ist ein Vorteil, relativiert sich aber ein Stückchen weit dadurch, dass es diese seltenen Steine ohnehin nicht einfach so zu kaufen gibt.
Sehr schade ist das gänzliche Fehlen jeglicher Bilder. Dazu gibt es dann einen Extraband, den es meines Wissens aber nicht auf deutsch gibt. Und da kommen wir dann auch zum größten Nachteil der amerikanischen Ausgabe: die Steinbezeichnungen. Ein Beispiel: Ein Donnerkeil, das sagt uns Leo, heißt auf englisch thunderbolt. Auf belemnite komme auch noch gerade. Aber baculite muss man wirklich wissen. Oder jemanden kennen, der es weiß. Vielleicht bekomme ich ja doch irgendwann die deutsche Ausgabe geschenkt…
Miki Sakamoto: Die Kirschblütenreise
Ganz frisch aus der Druckpresse – Miki Sakamoto: Die Kirschblütenreise oder wie meine Großmutter Nao den Wandel der Zeit erlebte. Dies ist ein vollkommen reikifreies Buch, aber es spielt im frühen 20. Jahrhundert und daher zu der Zeit, in der Mikao Usui das Reikisystem entwickelte. Ich fand das Buch wegen der Einblicke in die japanische Gesellschaft und Geschichte spannend.
Die Autorin lebt seit 30 Jahren in Deutschland und hat das Buch auf deutsch geschrieben. Für Menschen, die teilweise Schwierigkeiten haben, sich in asiatischen Gedankengängen und Bilderwelten zurecht zu finden, bietet es sich daher besonders an. Es wird die Lebensgeschichte ihrer Großmutter erzählt, die 1895 in Tokio geboren wurde. Die Umbrüche, die die Öffnung Japans für eine Samuraifamilie mit sich führten, werden durch die biografische Erzählung fassbar und anschaulich.
Leider wirken die Dialoge teilweise ein wenig hölzern, aber insgesamt hat das meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan.
Außerdem: Gerade heute blühen die Kirschbäume so schön.
Michael Gienger: Reinigen Aufladen Schützen
Michael Gienger: Reinigen Aufladen Schützen – Wie wir Heilsteine richtig zur Geltung bringen. Dieses kleine Büchlein ist mir neulich in die Hände gefallen. Von seiner Existenz hatte ich schon lange gewusst, aber was soll auf ein paar kleinen Seiten schon groß Neues stehen? Da habe ich mich offensichtlich geirrt, denn es steht umfassend alles darin, was man zum Thema wissen sollte. Die vorgeschlagenen Methoden unterscheiden sich teilweise von bespielsweise denen, die in der Enzyklopädie der Steinheilkunde von Kühni und von Holst dargestellt werden. Gerade aber die Beschäftigung mit zwei grundlegend ausgearbeiteten Reinigungssystemen ist zum einen spannend, zum anderen lässt es gut erkennen, welchen eigenen Weg man gehen möchte. Für Menschen, die nicht nur Anwendungen hier und da mal abschauen, sondern sich Gedanken um das Ganze machen, stellt dieses unprätenziöse Büchlein eine wahre Fundgrube dar. Durchgehend ansprechend bebildert ist es auch – was will man mehr?
Peter Michael Diekmann: Ich bin berührt
Peter Michael Diekmann: Ich bin berührt – Reiki oder die Schule des Lebens. Diekmann erzählt seine Biografie und nebenbei legt er eine Vorstellung von Reiki dar. Das Buch ist bodenständig und schlicht. Schlicht hier in einem ausgesprochen positiven Sinn. Manchmal muss es eben nicht mehr sein.
Diekmann schildert, wie er vom hartgesottenen Polizeibeamten zum Reikimeister wird. Diese Entwicklung scheint mir stimmig und solche Transformationsgeschichten sprechen mich sehr an.
Interessant ist die Vorstellung, die der Nutzung der Symbole zugrunde liegt. Sie sind laut Diekmann Hilfsmittel und durchaus nicht sakrosankt – würde eines nicht als hilfreich empfunden, könnte und sollte es durch eines ersetzt werden, das die entsprechende Bedeutung transportiert. Diese Anschauung steht im krassen Widerspruch zur Reiki-Tradition und ist allein von daher als herausforderndes Gedankenfutter zu empfehlen.
Lübeck & Hosak: Das große Buch der Reiki-Symbole
Walter Lübeck und Mark Hosak: Das große Buch der Reiki-Symbole – Die spirituelle Tradition der Symbole und Mantras des Usui-Systems der Natürlichen Heilung. Dieses Buch ist nun ganz bestimmt keine Einführung für Anfänger. Sie beschäftigt sich nicht mit Reiki im Allgemeinen, sondern stellt, wie der Titel sagt, Symbole und Mantras dar – das dann aber wirklich ausführlich: auf über 600 recht großformatigen Seiten.
Die Symbole werden jeweils untersucht nach ihrer Herkunft und nach Bedeutungsverschiebungen in der Geschichte Japans in den letzten Jahrhunderten. Dadurch eröffnen sich einem Bedeutungsebenen, die uns fremd sind, die jedoch Mikao Usui durchaus mitgedacht haben mag, als er die Symbole in das Reiki-System einführte. Vieles bleibt mir jedoch fremd und sowohl historisch wie kulturell sehr fern. Die eigentliche Bedeutung der Symbole hat sich mir so nicht erschlossen, dazu bedarf es meines Erachtens sinnlicherer und auf Erfahrung bezogener Methoden.
Für Menschen aber, die sich für den historischen und spirituellen Hintergrund von Reiki interessieren, ist dieses Buch eine wahre Fundgrube. Es enthält viele Abbildungen von Gottheiten, Symbolen usw.
Andreas Dalberg: Der Weg zum wahren Reikimeister
Andreas Dalberg: Der Weg zum wahren Reiki-Meister: Mit den Symbolen, Mantren und Einweihungsritualen aller Reiki-Grade. Dieses Buch ist nicht ganz unumstritten, da es nicht nur die Symbole zeigt, die vielen Menschen so heilig sind, dass sie nur Eingeweihten gezeigt werden sollten, sondern sogar die Einweihungsrituale Schritt für Schritt aufführt.
Im ersten Teil des Buches führt Dalberg sein Verständnis des esoterischen Denkens aus und stellt Reiki in den Zusammenhang von Analytischer Psychologie nach C.G. Jung: Archetypen und Individuationsweg werden auf die einzelnen Grade bezogen. Auf jeden Fall ist dies ein herausfordernder Ansatz, nicht immer einfach zu lesen, aber es doch wert, in Ruhe bedacht zu werden.
Daher bekommt dieses Buch eine Empfehlung von mir — allerdings eher ab Grad II.
Und gerade habe ich ganz frisch entdeckt, dass Dalberg einen Roman veröffentlicht hat: Was für ein Glück. Das verlockt mich ja jetzt schon ein bisschen…
Tanmaya Honervogt: Reiki – Das große Praxisbuch.
Tanmaya Honervogt: Reiki — Das große Praxisbuch. Dies ist ein umfassendes Buch, das Usui-Reiki aller Grade ansprechend darstellt und zudem auf dem aktuellen Stand ist. Ja, es ist noch ein Reikibuch, wie es in einer Amazonrezension kritisiert wird. Aber wer heute mit Reiki anfängt, muss nicht unbedingt die Reikiklassiker wie Bodo Baginski und Shalila Sharamon: Reiki — Universale Lebensenergie von 1985 lesen, sondern kann meiner Meinung nach gleich mit einem heutigen Werk einsteigen — zumal sich zum Beispiel in Sachen Geschichte des Reiki ja auch sehr viel getan hat.
Gerade AnfängerInnen können hier gut einsteigen – definitiv meine Empfehlung für sie. Ich finde das Buch attraktiv aufgemacht und ansprechend bebildert, auch wenn irgendwann eine Überdosis dieses speziellen Blautons auftreten kann. Was das angeht, ist das Buch leicht überstylt.
Es werden Inhalte und Techniken der verschiedenen Grade beschrieben, ohne auf Symbole oder Einweihungsrituale einzugehen; in diesem Punkt ist das Buch sehr traditionell. Es ist in meinen Augen eine umfassende Darstellung des grundlegenden Reikiwissens und ein bisschen drumherum.
Nina L. Paul: Reiki für Dummies
Nina L. Paul: Reiki für Dummies — Ein Kosmos voller Lebensenergie: Wie üblich ist dieses Buch für Dummies für nicht allzu dumme Menschen geschrieben. Es deckt alle Grundlagen ab, sodass es eine ausgezeichnete Einführung für Anfänger ist, geht jedoch auch recht weit in fortgeschrittene Anwendungen und daher haben auch alte Reikihasen etwas von der Lektüre. Dabei bleibt das Buch stets undogmatisch und bietet viele Anregungen, selbst Intuition und Kreativität spielen zu lassen.
Die traditionellen Reikisymbole werden genauso vorgestellt wie solche aus dem Tibetischen Reiki und dem Karuna Reiki, sowie ein von der Autorin selbst gechanneltes.
Die Stärke des Buches liegt in der Bereitschaft, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen. Das macht es besonders interessant für neugierige Forscherseelen.
