Tag 1 des neuen Jahres
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1Wie hast du den Silvesterabend verbracht? Mit welchen Energien bist du ins neue Jahr gegangen? Waren es die richtigen oder willst du noch mal nachbessern?

Wir haben altes Ehepaar gespielt, dessen Kinder auf verschiedenen Feten die Sau rausließen. Wir statt dessen haben Hunde gehütet, Konzerte auf 3sat gesehen (die Stones!) und ausgesprochen lecker gegessen: indisches Curry-Schlamguri.
Das ließ sich doch schon mal sehr gut an.

Außerdem hatten wir am Vormittag unsere Kalender für das kommende Jahr abgeglichen und festgelegt, wann wir dieses (Urlaub) und wann jenes (noch’n Urlaub) machen wollen. Nur zu „wohin“ sind wir noch nicht gekommen. 😀
Diese Planerei gibt einen schönen Ausblick auf das neue Jahr und schafft warme Vorfreude im Bauch. Zu den eher blöden Dingen habe ich mich bemüht, irgendwelche positiven Aspekte zu finden. Und stell‘ dir vor: Als ich erst mal mit Zettel und Stift und gutem Vorsatz dasaß, sprudelten die Ideen. Ich habe zu jedem doofen Ereignis 2014 etwas gefunden, das Sinn macht, Spaß bringen könnte oder schlicht wichtig ist. Ich starte also wirklich hochmotiviert ins neue Jahr! Ha!

Ich habe dann noch am Altjahrsabend ein neues Recherchethema gefunden: Adenosin-Triphosphat-Amylase (ATI), ein in Getreide hineingezüchtetes Enzym mit insektizider Wirkung. Bäh, will ich das in meinem Brot haben? Und so gleitet das Thema Ernährung vom alten ins neue Jahr.

Lass uns 2014 zu einem tollen Jahr machen! Ich habe da ein ganz gutes Gefühl – es könnte tatsächlich großartig werden! Auf geht’s!

Tag 7: Und jetzt kommt Reiki ins Spiel
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Es gibt keine Reikiregeln für das Essen, davon bin ich überzeugt. Aber ich denke, dass eine Eigenschaft, die Reiki von uns fordert, eine gewisse Achtsamkeit für eigene Bedürfnisse ist. Und um so zu kochen, dass es mir und meiner Familie entspricht, muss ich keine Vollzeithausfrau sein oder auf Sterneniveau arbeiten. Einfache Rezepte schmecken sehr lecker und können einfach wunderbar sein. Und dann gibt es die tollen Gerichte, die aufgewärmt am nächsten Tag eigentlich sogar besser schmecken – herrlich zeitsparend.

mahlzeitWahrscheinlich haben wir alle im Seminar zum ersten Grad von der Möglichkeit gehört, unsere Mahlzeiten mit Reiki aufzuladen. Das ist etwas, das ich ausgesprochen selten praktiziere und nie, wenn eine Mahlzeit liebevoll für mich gekocht wurde.

Und da bietet sich ein reiki*lichtspiel an: Ich mag ja Blindtests. Einfach mal sämtliche erhältliche Mozzarellasorten besorgt und auf den Tisch gebracht, ohne zu sagen, welcher was für einer ist. So habe ich herausgefunden, dass die gesamte Familie tatsächlich Büffelmozzarella bevorzugt. Was wäre, wenn wir unseren Lieben zwei an sich identische Lebensmittel vorsetzten (z.B. zwei gleiche Tomaten), von denen eines mit Reiki behandelt wurde? Welches gewinnt dann wohl im Geschmackstest?

Den Zutaten schon beim Kochen Reiki zu geben, finde ich sehr schön. Allerdings brennen Zwiebeln, die während des Schneidens Reiki bekommen, immer noch in den Augen. 🙁

Wie wäre es, täglich dem Raum Reiki zu geben (Grad II: mit dem Kraftsymbol), zum Beispiel mit der Intention, dass diese Küche ein Ort der Lebensenergie sein möge. Eine Extraportion Reiki dann sollten die Kräutertöpfe und ggf. die Anzuchttreibhäuser auf der Fensterbank bekommen; also die Bestandteile der Küche, die lebendig sind. Solltest du einen Gemüsegarten haben, könntest du diesen in die täglichen Reikigaben einbeziehen. Meiner Erfahrung nach gedeihen die Pflanzen einfach besser.

Reikikanji-alt-großUnd nun verlassen wir mal die Küche und gehen zum Reikisymbol in der schönen alten Schreibweise. Dann gehen wir einen Schritt weiter zum unteren Teil des Kanjis, das für Ki/Chi/Qi steht. Ganz unten sehen wir eine Garbe Reis stehen. Dieser Reis wird erwärmt – das ist die nach unten abfallende Linie darüber – und es steigt Wasserdampf auf – die drei kurzen Linien. Als Ganzes bedeutet es also so etwas wie „gekochter Reis“. In Asien war (und ist) Reis das Hauptnahrungsmittel, im Nahen Osten war es das Brot. Daher heißt die Entsprechung in unserem Kulturraum „Unser täglich Brot“.

Und damit haben wir hergeleitet, dass Essen und Reiki genauso gut zusammenpasst, wie Brot Leib und Seele beieinander hält.

Lesenswertes zu den Zwischentagen 2013
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Marianne Williamson: Ein Kurs im Abnehmen: 21 spirituelle Lektionen zur Lösung aller Gewichtsprobleme. Dieses Buch fiel mir in einer Flughafenbuchhandlung in die Hände. Ich lachte laut los, kaufte es spontan und freute mich auf Satire. Ich dachte, ich hätte eine flotte Veräppelung von Ein Kurs in Wundern gefunden. Ich saß also ziemlich verblüfft im Flieger und las plötzlich ein Diätbuch. Hatte ja nix anderes… So ein Diätbuch hatte ich noch nie gesehen. Es standen keine Rezepte drin und es gab keine Verbote. Es enthält inspirierende Übungen, die die Einstellung zum Essen betreffen und nicht die Nährstoffmengen.

Wer sich übrigens für den Kurs im Wundern interessiert und Englisch kann, kann sich über 50 Euro sparen, indem er auf das Ebook ausweicht. The Course in Miracles ist zur Benutzung frei, nur die deutsche Übersetzung ist so teuer.

Ruediger Dahlke: Essens-Glück – Ernährung von der körperlichen bis zu spirituellen Dimension. Hier nun geht es um Nährstoffmengen. Dahlke führt überzeugend aus, warum eine ausgewogene Vollwertkost der Natur des Menschen entspricht und seiner spirituellen Entwicklung Vorschub leistet. Die Überzeugungskraft seiner Argumentation nimmt natürlich ab, wenn man weiß, dass schon drei Jahre später sein Buch Peace Food erschien, das rein vegane Kost propagiert. 😕 Dennoch habe ich dieses mit Gewinn gelesen.

 

 

Ruediger Dahlke: Mein Idealgewicht: Selbsthilfeprogramm zum gewünschten Gewicht.

Von Dahlke stammt auch diese CD mit Meditationen zum Abnehmen. Ich mag die Wortspielereien und die grammatisch falsch verschlungenen Sätze.

 

 

Doreen Virtue: Das hungrige Herz: Spirituelle Hilfe für Ihre Ernährungsprobleme. Virtue schreibt hier über Menschen, die in der Jojo-Falle stecken und stets wieder das zunehmen, was sie abgenommen haben. Aber die Ursachen dafür sind genau das, was man als emotionales Essen bezeichnet und daher kann man über das Jojo getrost weglesen, falls man sich in dem Buch wiedererkennt, ohne größeren Gewichtsschwankungen unterlegen zu sein.

 

 

Tanja Aeckersberg: Gedankendiät – Schlank und gesund durch die Kraft des Geistes. Was ich von diesem Buch halten soll, weiß ich immer noch nicht recht. Die Aufmachung ist nicht wirklich professionell, der Text kommt recht simpel daher – und dann entdecke ich doch wieder ein wertvolles Rosinchen darin. Ich werde wohl noch mal meine Nase hineinstecken.

 

Bittersüße Schokolade.In diesem Film können die Emotionen der Köchin die Energie der Speisen so beeinflussen, dass eine ganze Hochzeitsgesellschaft in Tränen ausbricht. Märchenhaft und beeindruckend. Und wann sieht man schon mal einen mexikanischen Spielfilm?
Ich hatte ihn im Kino gesehen – den Rezensionen nach ist die Bildqualität so schlecht, dass du vielleicht doch lieber lesen solltest?  Buch

 

Robert Betz: Runter von den Pfunden.Vortrag zum Thema Pfundig! Pfundig! Da Robert Betz seine CDs stets zum Kopieren freigibt, kannst du gern eine Kopie von mir haben. Geschenkt natürlich. Und wenn du magst, kannst du dazu noch die CD bekommen, die der aktuellen Für Sie beiliegt, mit einem Vortrag und einer Meditation von Betz zum Jahresbeginn.

Tag 6: Emotionales Essen
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Jetzt kommen wir in den Bereich der Essstörungen, daher den Hinweis, im Zweifel Ärztin oder Therapeuten zu befragen. Nicht alle emotionalen Esser sind jedoch krank. So ein bisschen steckt das in den meisten Menschen. Blöden Tag gehabt – Wo ist die Schoki? Bei wenigen blöden Tagen und wenig Schoki ist das ja auch kein Problem. Es gibt jedoch Menschen, die jedes negative Gefühl einfach wegfuttern: Angst, Scham, Wut… Das ist zum einen ein Problem, weil es grenzenlosem Übergewicht Tür und Tor öffnet. Zum anderen trennt es aber auch von den Gefühlen, die dann ja einfach weggefressen werden, ehe sie noch bewusst gespürt wurden.

Dass bei emotionalem Übergewicht Punktezählen und Essenspläne allein nicht reichen, dürfte einleuchtend sein. Aber was dann? Ich möchte ein paar Hinweise geben, weil ich mich darin ein Stück weit selbst erkenne und weil es zu diesem Problem spirituelle Literatur gibt. Vielleicht bin ich ja mit Blindheit geschlagen, aber mir will wirklich kein Buch o.Ä. über Untergewichte einfallen. Menschen mit problemhaft wenig auf den Rippen müssen sich immer mitgemeint fühlen.

Peacemaker Basket

bruggeman-veganIch nahm in diesem Herbst an einem inspirierenden Onlinekochkurs teil: 30 Day Vegan von Heather Bruggeman. Ich bin keine Veganerin, wollte jedoch meinen Horizont an Eiweißquellen erweitern und fühle mich tatsächlich durch den Kurs bereichert.
Aber bei Heather geht es um weitaus mehr als nur Rezepte. Die machen eigentlich sogar eher den geringeren Teil des Kurses aus. (Hm, habe ich nicht nachgezählt…) Gleich am ersten Tag erwischte mich Heather mit dem Satz: „Ladies, organize your socks and undies.“ Doch etwas unerwartet für einen Kochkurs. Aber ich habe gehorcht. 😉
Und der zweite Tag dann brachte den Peacemaker Basket, ich nenne ihn mein Ressourcenkörbchen. Kein wirklich schönes Wort, ich weiß – aber es trifft genau, was es für mich bedeutet:
Kennt ihr auch die Ermahnung, es müsse ja nichts Essbares sein, womit man sich an einem bescheidenen Tag trösten könne? Und dann folgen Vorschläge wie ein langer Spaziergang, ein Vollbad, eine Reikiganzbehandlung… Die Krux daran ist, dass ich an den bescheidenen Tagen im Leben eben oft keine Zeit habe für so tolle Sachen. Ja, eine Reikibehandlung in der Badewanne mit schönen ätherischen Ölen bei Kerzenschein und ruhiger Musik würde wohl häufig helfen. (Wenn ich täglich so viel Zeit hätte, gäbe es vielleicht weniger bescheidene Tage in meinem Leben.) Aber so esse ich doch viel zu häufig. Weil mir eben im Falle des Falles nichts einfällt, was ich mal eben so zwischendurch machen könnte, um aus der griesigen Stimmung herauszukommen. Durch Heathers Anregung habe ich jetzt ein Körbchen an meinem Ruheplatz. Darin befinden sich Dinge, die mich in Verbindung zu meinen Ressourcen setzen können: entweder direkt (eine wunderschöne CD oder ein Parfüm) oder indirekt als Kärtchen mit einem Bild darauf, das mich an weitere Möglichkeiten erinnern kann. Ja, es gibt auch ein Bild meiner Badewanne und eines der Sauna im Nachbarort. Aber es können einfach auch „nur“ Affirmationen sein. Dieses Körbchen fülle ich so nach und nach. Es fliegt auch mal etwas heraus – aber auf jeden Fall enthält es viele schöne Möglichkeiten, mir kalorienfrei etwas Gutes zu tun. Und das fühlt sich befreiend an.

Overeaters Anonymus (OA)

Das Programm von OA beruht auf dem der Anonymen Alkoholiker. Inzwischen gibt es die Zwölf-Schritte-Programme für eine Vielzahl von Abhängigkeiten. Der Aufbau entspricht sich jeweils mehr oder weniger und auch die Treffen laufen wohl ähnlich ab. Selbst falls du dir absolut sicher sein solltest, dass Gruppentreffen nichts für dich sind (und woher solltest du das wissen, wenn du es noch nicht ausprobiert hast?), empfehle ich dir die Overeaters Anonymus. Ihre Literatur ist ausgesprochen hilfreich auf der Suche nach den Gründen des eigenen Essverhaltens.

  1. Kernstück ist Die Zwölf Schritte und die Zwölf Traditionen von Overeaters Anonymous.
    Sinnvolle Ergänzungen sind:
  2. Das Zwölf-Schritte-Arbeitsbuch von Overeaters Anonymous und
  3. Der Vierte Schritt – Eine Anleitung zur Inventur.

 Lesenswertes

Ich stelle in einer Extraseite ein paar Buch- und CD-Tipps zu emotionalem Essen, bzw. Übergewicht allgemein zusammen.

Morgen geht es dann um Reiki in der Küche. Versprochen.

Tag 5: Die Küche als spiritueller Ort?
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Achje, was habe ich mir mit diesem Thema nur aufgeladen? Wollte ich das wirklich? Es muss wirklich triefendes Unglück über meine alte Küche gewesen sein, das mich drängte, etwas über die Küche als spirituellen Ort zu schreiben.

Derzeit habe ich tägliche Lektionen in Gerade heute ärgere ich mich nicht. Heute ist mir ein Stück Furnier heruntergefallen. Es gelang mir tatsächlich, es mit Humor zu nehmen. Insofern ist meine Küche ein spiritueller Ort. 😛

 

Auf der anderen Seite freue ich mich auf die neue Küche. Auf sinnvoller organisierten Stauraum. Auf die pflegeleichte Arbeitsplatte. Auf das Licht! Auf funktionierende Elektrogeräte. Auf den wischfesten Fußboden.
Und auch das ist vielleicht wieder eine spirituelle Lektion: in Geduld. Oje, das ist eine, die mich immer wieder anspringt.

 

Seit meine Küche so klapprig ist, schleppe ich immer wieder Pflanzen an. Ich ziehe Sprossen auf der Arbeitsfläche, kaufe Kräuter in Pötten, dekoriere zwei üppige Obstkörbe, führe ab und an das Reiki-Schnittblumen-Experiment auf der Fensterbank durch und ziehe Amaryllis hoch. Inzwischen ist mir der Verdacht gekommen, dass ich versuche, etwas Lebendiges in die Küche zu bringen. Ich versuch das mal mit dem Asia-Salat auf der Fensterbank…

So, nun habe ich etwas ganz anderes – und viel weniger – geschrieben, als ich es eigentlich vorgehabt hatte. Interessant, wie sich die Dinge entwickeln.

Tag 4: Tischkultur
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esstischFür Tischkultur brauchst du zunächst einen Tisch. Idealerweise sollte dies ein Esstisch sein. Häufig ist es jedoch so, dass wir an unseren Arbeitsplätzen keinen Essplatz haben, sondern unsere Pausen doch weiter am Schreibtisch verbringen. Den Pausenwert mindert das sehr und die Mahlzeiten rutschen so leicht ins Nebenbei ab. Solltest du an dieser Situation nichts ändern können, so bleibt nur, zumindestens die Mahlzeiten zuhause bewusst zu gestalten. Hast du dort die Möglichkeit einen Platz ausschließlich dem Essen zu widmen?

Im Alltag gelingt es den meisten Menschen nicht, stets für einen schön gedeckten, mit Blumen und Kerzen geschmückten Tisch zu sorgen. Jugendliche wissen oft schon nicht einmal mehr, was überhaupt mit „Tisch decken“ gemeint ist.
Wie wäre es, wenn du ausprobiertest, was sich an den Mahlzeiten ändern würde, wenn du sie regelmäßig an einem wirklich schön geschmückten Tisch einnähmest? Für mich ist das einer der beiden wichtigsten Punkte zur Verbesserung meiner Ernährung. Und sei es auch nur, weil ich auf einen so schön gedeckten Tisch dann auch schönes Essen stellen will. 😀

esstisch2Der andere Punkt fällt auch unter Tischkultur: Das Vermeiden von Ablenkung. Bewusstheit für mein Essen kann ich nur erreichen, wenn ich bewusst esse. Zeitung, Notizblock, Smartphone, Fernseher stören dabei.
Es gibt spirituelle Traditionen, die behaupten, auch Tischgespräche störten, aber das ist vielleicht etwas eher Spezielles. In den Familien könnten gemeinsame Mahlzeiten Herzstück des Zusammenlebens sein. So gibt es Untersuchungen dazu, was Eltern machen könnten, um den schulischen Erfolg ihrer Kinder zu fördern. Und das ist nicht das nervige Kontrollieren der Hausaufgaben oder die teure Nachhilfe. Die meisten Eltern könnten den größten und nachhaltigsten Erfolg mit gemeinsamen Mahlzeiten haben, zu denen nicht über die Schule, sondern buchstäblich über Gott und die Welt gesprochen wird.

Und was ist mit der Fußball-WM? Eine gemeinsame Mahlzeit mit Finger Food oder sogar Tiefkühlpizza vor dem Fernseher ist eine kleine Katastophe der Tischkultur. Für den Familienzusammenhalt ist sie jedoch unbezahlbar.

Und so weit zur Verbindlichkeit von Regeln. Ist doch immer wieder entlastend. 😉

Tag 3: Kochkultur
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Wahrscheinlich ist meine Unzufriedenheit mit dem derzeitigen Zustand meiner Küche ein Hauptgrund dafür, dass ich mich in diesen Zwischentagen mit Ernährung beschäftige: Nach und nach sind alle vier Herdplatten ausgefallen. Sie heizen zwar, lassen sich jedoch nicht mehr regulieren. Also habe ich einen Zweiplattenkocher besorgt, der jetzt neben dem Herd steht. Der Backofen definiert Umluft gänzlich neu: Um zu vermeiden, dass ein Kuchen vorn verbrannt und hinten noch matschig (oder umgekehrt, je nach Laune des Backofens) wird, muss ich Luft hineinlassen und den Kuchen eben umdrehen. Das Gefrierfach taut sich selbst auf (obwohl es diese Funktion eigentlich nicht hat) und verbraucht nur nutzlos Strom. Das Furnier der Schränke löst sich. Das Licht war schon immer schlecht. Die Küche ist auf, das steht fest. Die neue ist bestellt und es handelt sich nur noch um Monate, bis sie aufgebaut werden kann. Zuvor müssen einige andere Gewerke ihre Arbeit getan haben. Und ich muss viele Entscheidungen treffen, damit die Küche auch so wird, wie ich sie haben will.

Dass ich in so widrigen Umständen über Kochkultur schreibe, mag wie ein Witz klingen. So ist es durchaus nicht gemeint. Ich habe in den letzten Wochen einiges über meine Beziehung zum Kochen gelernt und vieles hat so gar nichts mit einer funktionsfähigen oder gar schönen Küche zu tun.

Kultur bedeutet hier für mich das bewusste Gestalten eines Lebensbereichs, ausgerichtet auf ein höheres Ziel: Ich ernähre meine Familie und mich mit Liebe und Lebensenergie. Vielleicht war es gerade die Planung der neuen Küche, die Überlegungen in mir auslösten, was Kochkultur ausmacht.

Überrasche die anderen und auch dich.

Ich habe in letzter Zeit neue Rezepte ausprobiert und alte wieder ausgegraben. Dieser neue Schwung hat auf jeden Fall viel neue Lebensfreude gebracht. Nicht jeder Versuch gelang. Dieses blöde Pilzragout klang nur als Rezept im Buch lecker; auf dem Teller war es bestenfalls langweilig. Die liebevoll erdachte Variante der Kartoffelsuppe hatte einen leichten Stich ins Widerliche. Und die komische Sahnesoße muss einfach eine Aneinanderreihung von Tippfehlern sein. 😯
Dennoch sind unsere Mahlzeiten irgendwie beflügelter. Spannender. Witziger. Und das Linsencurry, das aufgrund eines Übersetzungsfehlers ein wenig zu salzig geraten war, ist heute eines unserer Lieblingsgerichte. Einfach noch mal kochen.

Erforsche Convenience-Produkte

heinz

 

Worin besteht der Unterschied zwischen Baked Beans aus der Dose und selbst gemachten? Einfach mal ausprobieren!

Selbst gemachte Baked Beans

Zutaten:

  • 5 Tassen getrocknete Bohnen (Kidney und/oder weiße)
  • 2 Zwiebeln
  • 3-4 Zehen Knofi (Knoblauch nicht pressen, sondern hacken → sehr! viel bekömmlicher)
  • ½ Tasse Sirup
  • ½ Tasse Ketchup
  • 1¾ Tassen Wasser
  • ¼ Tasse Ahornsirup
  • 2 TL Senf, nach Möglichkeit scharf
  • 2-4 TL Sojasoße

Zubereitung zum Abendessen um 19 Uhr:

  • Gleich nach dem Aufstehen: Die Bohnen in einem wirklich großen Topf mit reichlich Wasser aufsetzen. Einmal aufkochen lassen, zugedeckt stehen lassen.
  • 16 Uhr: Bohnen zum Kochen bringen und leicht köcheln lassen.
  • 17 Uhr: Sind die Bohnen weich? Oder brauchen sie noch ein bisschen?
  • Ofen auf 150°C oder 180°C vorheizen. Siehe unten.
  • Gehackte Zwiebeln und Knofi andünsten und zu den Bohnen geben. Alle restlichen Zutaten dazu und gut umrühren.

Backzeit 2 Std. bei 150°C oder 80 Min. bei 180°C.

 

Eile mit Weile – Koche mit Muße

Mir bringt Kochen erheblich mehr Spaß, seit ich nicht mehr versuche, in Rekordzeit Mahlzeiten zu verbrechen, sondern schön der Reihe nach arbeite und mich dabei in Vorfreude darauf ergehe, wie meine Familie das Essen finden wird. Die aufgewendete Zeit macht sich geschmacklich bemerkbar.

Koche allein

Mich machen andere Leute in der Küche wuschig. Sie lenken mich ab. Sie stehen im Weg. Sie stören einfach. Also alle raus!
Nun mag das bei dir genau anders sein. Vielleicht bist du besser im Delegieren als ich und hast so hilfreiche Wichtel. Und womöglich kannst du gleichzeitig kochen und über aktuelle politische Ereignisse oder Klassenarbeiten reden. Ich kann’s nicht. Bei mir muss die Familie raus.
Und Leute wie Leroy Jethro Gibbs oder Dr. Sheldon Cooper sind während der Kochzeiten ja so was verbannt. Es schmeckt ohne sie wirklich besser. Statt dessen höre ich CDs und singe laut mit – ist ja niemand sonst in der Küche, der sich daran stören könnte.

Sei dankbar für gutes Werkzeug

Es geht ja auch mit Campingkocher und stumpfen Messern. Aber solltest du so richtig feine Teile haben, vielleicht auch nur ein oder zwei, dann sei dir bewusst, was du da hast. Dann bringt das Kochen gleich noch mal so viel Freude.
Und wenn die schönen Dinge empfindlich sind, nicht in den Geschirrspüler dürfen und generell mit Samthandschuhen angefasst werden möchten, dann lässt sich das mit einer dankbaren Haltung gleich viel leichter aushalten. 😉

Tag 2: Menschengerechte Ernährung
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Wenn es denn nun keine wie auch immer festgelegte Ernährungsweise für Reikimenschen gibt – gibt es dann eine für Menschen im allgemeinen? Eine Form der Nahrung, die der menschlichen Natur entspricht?
Zumindestens wird das sehr häufig behauptet und dazu wird meist Bezug genommen auf eine Phase in der Entwicklung des Menschen, in der die Nahrung noch natürlich war und somit artgerecht. Im Prinzip ist das eine gute Idee, aber welche Phase dabei herausgegriffen wird, ist eher abhängig von Weltanschauung als von Biologie.

Foto: fotokanok

Foto: fotokanok

Unsere Vorfahren waren affenähnliche Wesen. Die größte genetische Verwandtschaft haben wir zum Schimpansen: 98% unseres Erbguts ist absolut identisch. Von daher kann man behaupten, unsere natürliche Ernährung würde der der Schimpansen entsprechen: eine vegetarisch geprägte Mischkost.
Wir können davon ausgehen, dass dies über einen sehr großen Zeitraum die Ernährung unserer Vorfahren war. Sie zogen als Jäger und Sammler durch die Kontinente und aßen, was sie fanden. War ihnen das Jagdglück hold, gab es Fleisch, und ansonsten Nüsse, Früchte, Blätter.

 

Die Venus von Willendorf - Foto:Plp

Die Venus von Willendorf – Foto:Plp

Vor etwa 115.000 Jahren setzte die letzte Eiszeit ein. Das können wir uns nicht so vorstellen, dass die gesamte Erdkugel von einem Gletscher überzogen war. Während der Eiszeiten sind jedoch nicht nur die Pole ständig bedeckt, sondern auch weite Teile Europas. Asiens und Nordamerikas bis in die mittleren Breiten, also auch die gesamte norddeutsche Tiefebene. Unsere Vorfahren waren Nomaden und sind ohnehin immer dorthin gezogen, wo sie mehr Nahrung zu finden meinten als dort, wo sie sich gerade befanden. Demzufolge können wir davon ausgehen, dass die meisten die vereisten Gebiete verlassen haben werden und in den Süden gezogen sind. Ziemlich weit in den Süden wahrscheinlich. Brrrr.

Diejenigen, die blieben, mussten ihre Ernährung drastisch umstellen: In Schnee und Eis wachsen die Pflanzen nicht, was wir ja jeden Winter beobachten können. Also entfiel die pflanzliche Grundlage der Ernährung völlig, die Menschen ernährten sich ausschließlich von Fisch und Fleisch.

Vor 10.000 Jahren dann wurde es wieder wärmer. Und die Klimaveränderung brachte die wohl größte Veränderung im Leben der Menschen mit sich. Die Erfindung des Internets ist dagegen gar nix. Diese Phase nennt sich neolithische Revolution: den Wandel zur Jungsteinzeit. Die Menschen nutzten das wärmere Klima im fruchtbaren Halbmond (östlich des Mittelmeeres, Teile der Türkei, Syriens, Arabiens, Irans…) und erkannten, dass man nicht nur wildbeuterisch leben kann, sondern beeinflussen kann, welche Pflanzen und Tiere einen umgeben: Es entstanden Ackerbau und Viehzucht. Die Nomaden ließen sich nieder und daraus ergaben sich kulturelle Möglichkeiten: Töpferei, Webkunst, Errichtung von Tempeln… Dazu wurde Arbeitsteilung notwendig, es entstanden die Berufe.

Diese neue Lebensweise setzte sich auf allen Kontinenten durch und überall gab es ein, dem Klima angepasstes, Hauptgetreide: Hafer, Weizen, Hirse, Reis, Mais. Dieses bildete die Grundlage der somit kohlenhydratbasierten Ernährung. Es ist leichter und billiger, die Menschheit mit Kohlenhydraten als mit Eiweiß zu ernähren. Eine Portion Rindfleisch erfordert ein Vielfaches an kohlenhydratreichem Viehfutter als eine sättigende Portion Kohlenhydrate. Der Ackerbau ermöglichte demzufolge einen deutlichen Anstieg der Weltbevölkerung: Zum Ende der letzten Eiszeit waren es nur 5-10 Mio. Allein in Schleswig-Holstein und Hamburg leben heute etwa 4,5 Mio. Nähmen wir noch Niedersachsen dazu, sind es schon 12,8 Mio und somit deutlich mehr, als es Menschen in der Jungsteinzeit gab!

Grorg Emanuel Opitz; Der Völler

Grorg Emanuel Opitz; Der Völler

Die getreidebasierte Ernährung blieb lange Zeit erhalten. In einigen geschichtlichen Epochen gab es eine Oberschicht, die es sich leisten konnte, sich hauptsächlich von Fleisch zu ernähren, z.B. im alten Rom oder im Mittelalter. Diese Reichen jedoch litten vielfach an Krankheiten, die die arme Bevölkerung nicht kannte. Daraus kann man ableiten, dass eiweißreiche Ernährung schadet – aber das kann man auch lassen, da die Ernährung längst nicht der einzige Unterschied in der Lebensweise war. Womöglich war Bewegungsmangel Ursache für diese ersten Zivilisationskrankheiten, einschnürende Kleidung oder einschränkende gesellschaftliche Zwänge.

Mit der industriellen Revolution änderte sich unser Wirtschaftsleben erheblich. In immer mehr Haushalten wurden Lebensmittel nicht mehr produziert, sondern ausschließlich konsumiert. Aus wirtschaftlichen Zwängen heraus wurde es notwendig, Getreide lange lagern zu können. Seither essen wir zur Hauptsache geschältes Getreide, also Stärke, die vom Klebereiweiß (Gluten) zusammengehalten wird, ohne nennenswerte Anteile von Mineralstoffen, Fetten oder Vitaminen. Schon Ende des 19. Jahrhunderts entstand daher die Vollwertbewegung, die eine vegetarisch basierte Ernährung mit ganzem Getreide empfahl.

Wohl erst seit dem Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit wurde Fleisch so erschwinglich, dass auch die allgemeine Bevölkerung es sich zur Grundlage der Ernährung machen konnte. Bei meiner Großmutter gab es sicher an mindestens sechs Tagen in der Woche Fleisch. (Am siebten gab es dann etwas Süßes wie Milchreis mit Backobst.)

Zur gleichen Zeit jedoch nahmen die Zivilisationskrankheiten immer weiter zu. Auch hier ist nicht nur die Ernährung Ursache dieser Entwicklung; wie hoch du deren Anteil daran einschätzt, bleibt letztlich dir überlassen. Vollwerternährung wurde zum propagierten Standard: DGE, Weight Watchers, Ruediger Dahlke.

Seit den 1970er Jahren entstanden eiweißreiche Gegenmodelle wie Steinzeiternährung, Low Carb oder nach der Jahrtausendwende dann LOGI, die davon ausgehen, dass Kohlenhydrate nicht Hauptbestandteil der menschlichen Ernährung sein können, da sie den Insulinhaushalt negativ beeinflussen.

DGE

DGE

So, und was ist nun des Menschen natürliche Nahrung? Ich weiß es nicht und habe zunehmend das Gefühl, dass es niemand weiß. Studierte und intelligente Experten gibt es auf jeder Seite. Wem glaubst du denn? Welche Ernährungspyramide hältst du für die richtige?

Welchen Anteil haben die Nährstoffe Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate denn an deiner Ernährung?

Und: Ist das so richtig oder sollte es irgendwie anders sein? Was kannst du gegebenenfalls ändern, um dich gesünder zu ernähren?

Und wenn es denn so ist, dass es für jede Ernährungslehre wissenschaftlich fundierte, nachvollziehbare Argumente gibt – könnte es dann sein, dass es vielleicht viel eher darauf ankommt, was uns schmeckt und wonach wir gelüsten?

Welchen Anteil hat Genuss an deiner Ernährung?

Was kannst du gleich heute oder morgen essen, was dir so richtig lecker schmeckt? Magst du eigentlich euer Weihnachtsessen oder ist es schlicht Tradition?

In Mitteleuropa haben 1-5 % der Erwachsenen und 5-10 % der Kinder Lebensmittelallergien (z.B. gegen Milcheiweiß oder Gluten) und ganze 15-20 % haben Lebensmittelunverträglichkeiten (v.a. Laktose und Fruktose). Die Wahrscheinlichkeit, dass du also bestimmte Lebensmittel nicht abkannst, ist durchaus nicht gering. Sollte dies so sein, hast du eine Extra-Denkaufgabe:

Hast du eine Allergie bzw. Intoleranz oder leidest du daran?

Wie gehst du damit um, dass du einige Lebensmittel meiden solltest? Meidest du sie tatsächlich, oder schummelst du dich so durch? Was sind für dich die Folgen einer inkonsequenten Ernährungsweise? Ist Abstinenz oder Ertragen der Symptome das geringere Übel?

Tag 1: Ernährungsregeln für Reikimenschen
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Ich gehe davon aus, dass du in Reiki eingeweiht bist. Vielleicht schon eine ganze Weile. Und ich gehe davon aus, dass du isst. Womöglich täglich.

Ernähren sich Menschen mit Reiki anders also solche ohne? Gibt es so etwas wie Ernährungsregeln für Reikimenschen?

Ich lese oder höre immer wieder mal davon, dass Schüler angewiesen werden, vor der Einweihung und/oder in der Einweihungszeit auf dieses oder jenes zu verzichten. Dabei handelt es sich fast immer um Lebens- und Genussmittel: Fleisch und andere tierische Produkte, Alkohol, Koffein, Tabak usw. Das Einzige, was sonst noch regelmäßig in dieser Liste auftaucht, ist Sex. Aber hier geht es um Ernährung. 😉

Ist es also so, dass es reikitaugliche und reikifeindliche Lebensmittel gibt? Sollten wir alle Vegetarier, Veganer oder gar Fruitarier werden? Auf ewig auf Alkohol verzichten und ohnehin nie geraucht haben?

Da freut sich meine Forscherseele: Recherchezeit! Gibt es Literatur zu „Reiki und Ernährung“? Nicht viel jedenfalls. Über weiterführende sachdienliche Hinweise würde ich mich freuen.

Walter Lübeck hat in Das große Reiki-Heilbuch ein interessantes Kapitel über Ernährung und Heildiäten während Reiki-Therapien eingefügt.
Barbara Simonsohn hat inzwischen erheblich mehr Bücher über Ernährung geschrieben als über Reiki; sieh dir mal ihre Seite auf Amazon an. Bei ihr geht es vor allem um tropische Früchte wie Ananas und Papaya und um Gerstengrassaft.
Auf den Seiten von Corsica Reiki geht es ziemlich viel um Ernährung. Unter anderem gibt es ein kostenloses Ebook zum Thema Abnehmen. Mit ganz viieeelen Links zu Nahrungsergänzungsmittteln…
Ben Zins (von dem ich vor meiner Recherche zu Reiki und Ernährung noch nichts gehört hatte) beschäftigt sich mit den Gemeinsamkeiten von Reiki und Rohkost.
Das Reikiland hat vor einigen Jahren eine Rezeptesammlung zusammengestellt, aus der die Seite kochen-creativ.de hervorgegangen ist. Da steckt alles Mögliche an Zutaten drin: sogar Fleisch und Alkohol. 😉
Und auf den Workshops des RVD gehen wir miteinander essen. Und da gibt es Scampiteller, Schweinebraten und Rohkost – alles durcheinander.

Also ist es keineswegs so, dass ReikimeisterInnen in Sachen Ernährung geschlossen dies oder jenes empfehlen würden. Aber es scheint so, dass das Thema Ernährung eine überdurchschnittlich große Rolle spielen würde. Vielleicht naheliegend, da unsere Nahrung ja einfach ein weiterer Weg ist, uns Energie (in Form von Kalorien) zuzuführen.

Was ist wirklich lecker? Was tut dir gut?

Überlege dir die Top Five deiner Lieblingsgerichte. Wann hast du sie das letzte Mal gegessen? Gibt es besondere Mahlzeiten, an die du dich stets erinnern wirst? Was war so besonders an ihnen?

Und ansonsten ist es ja mit den Reikiessensregeln ganz genau wie mit den Meditationsregeln: Mit etwas Zwinkern geht es besser.

Dieses Jahr geht es in den Zwischentagen um Ernährung
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Wovon ernähre ich mich? Was nährt mich? Und was hat das mit Reiki zu tun?

Das sind die Hauptfragen in diesen Zwischentagen.

Obwohl ich der Meinung bin, dass durchaus nicht alles, das mich nährt, Kalorien haben muss, lasse ich das Thema Lichtnahrung aus. Davon weiß ich nichts, es erscheint mir auch wenig erstrebenswert. Solltest du dich dafür interessieren: Sorry, du musst woanders suchen. 😉

Mir geht es eher darum, zu untersuchen, welche Wechselwirkungen zwischen Reiki und Ernährung bestehen. Und wie man diese unterstützen kann, ohne gleich den halben Tag in der Küche zubringt, weil es so aufwändig ist.