-
Buchtipp Dank Dummies Energie Erdbeben Fasten Fernreiki Filmtipp Geschichte Gewohnheit Hand Heilung Ignatov James Deacon Japan Katastrophe Kraftort Lebensregeln Legende Meditation Melody Mythos Nina L. Paul Ostern Pflanze Reiki*Lichtspiel Reikibox Reiki Verband Deutschland Reinigung Schwingung Smartphone Stein Symbole Tagebuch Tanmaya Honervogt Tee Tor des Himmels Tsunami Vortex Walter Lübeck Wissenschaft Wunsch Ziele Zwischentage Ärger
WP Cumulus Flash tag cloud by Roy Tanck requires Flash Player 9 or better.
Weite, weite Welt
Schreib mir!
Newsletter
Meta
Aktuelle Mondphasen

Neumond Der Mond ist 28 Tage alt
Category Archives: Gerade heute…
Geburtstag von Hawayo Takata
Heute hat Hawayo Takato Geburtstag. Sie wurde am 24. Dezember 1900 auf Hawaii (daher der Vorname) geboren.
Ich bin ihr sehr dankbar für ihr Wirken. Das von ihr weiter entwickelte Reiki ist einfach und schön. Ohne ihre Übertragung von Reikiin westliches Denken könnte ich wahrscheinlich wenig damit anfangen, da mir die Begriffe der asiatischen Philosophie fremd bleiben.
Reiki als Burnout-Prävention
“Solange ich meine schöpferischen Gaben beachtet habe, konnte ich frei beten und als Mensch wachsen. Habe ich mich jedoch an der Leugnung dieser Gaben beteiligt oder sie unterdrückt, so ging es mir schlecht. Meine Liebe zum Leben schwand. Ich betete nicht mehr. Ich wurde kleinmütig und zynisch oder trieb mich bis an den Punkt, wo ich kleinmütig und ausgebrannt war. Ich litt unter Arbeitszwang, um so auszugleichen, was ich meinem schöpferischen Selbst verweigerte.”
Meister Eckhart (1260-1328)
Wer hätte das gedacht, dass Meister Eckhart an Burnout gelitten habe?! Leider kenne ich mich noch zu wenig aus mit seinen Schriften und seiner Biografie, dass ich nicht weiß, ob nicht vielleicht die Erfahrungen mit dem Ausgebranntsein ihn zu dem spirituellen Meister gemacht haben.
Burnout ist keine Krankheit, sondern deutet auf Schwierigkeiten mit der Lebensbewältigung. Insofern ist es möglich, die Einstellungen zum Leben, zur Arbeit, zu sich selbst so zu ändern, dass man aus dem Burnout wieder herauskommt. Dazu bedarf es dann aber meist einer längeren Therapie.
Gegen Burnout könnte man sehr viel vorbeugend tun. Nur leider gehört es zum Burnout dazu, dass die Betroffenen so gar nicht einsichtig sind. “Ich hab’ doch kein Problem mit Burnout. Ja, gut, im Moment ist es etwas stressig. Nächstes Wochenende muss ich auch noch arbeiten, weil ich die Vorbereitung sonst nicht schaffe. Bis Weihnachten ist es also ein bisschen viel, aber dann habe frei, feiere mit meiner Familie und kann in Ruhe das nächste Projekt planen.”
“Da sagte der Schwiegervater zu Mose: Es ist nicht richtig, wie du das machst. So richtest du dich selbst zugrunde und auch das Volk, das bei dir ist. Das ist zu schwer für dich; allein kannst du es nicht bewältigen.”
2. Mose, 18,17-18
Die Erkenntnis, dass tatsächlich ein ernstzunehmendes Problem vorliegt, kommt meist von außen und wird häufig noch lange verleugnet. Wenn Burnout ein Problem ist, dass Betroffene nicht erkennen können – wie sollten sie dann vorbeugen können. Das lässt sich generell leider nicht sagen, aber es gibt etwas, das du tun kannst:
Kümmere du dich, egal, ob du burnoutgefährdet bist, um dein schöpferisches Selbst. Benutze Reiki nicht, um anderen zu helfen. Vor allem nutze es, um dir zu helfen. Auch mit Reiki kann man sich wunderbar in ein Helfersyndrom und Burnout arbeiten. Achte vorrangig auf dich. Und erst, wenn deine Speicher voll sind, denke an andere.
Reiki stellt die Verbindung zu einer Kraft her, die der Kerze wieder neue Nahrung geben kann. Es sorgt für die Entspannung, die notwendig ist, um Belastungen zu verarbeiten. Es aktiviert die Selbstheilungskräfte. Jetzt. Hier.
Zwischentage
Zwischentage? Zwischen den Jahren liegen die Zwischentage, ganz einfach. Das eine Jahr endet mit Weihnachten und das neue beginnt erst später. Ganz traditionell beginnt es erst am Dreikönigstag am 6. Januar – daher auch Zwölf Weihnachtstage oder Shakespeares Twelfth Night – aber heute meint man meist die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr.
Es ist eine eher ruhige Zeit. Die Erde scheint sich langsamer als sonst zu drehen. Die Hektik der Weihnachtsvorbereitungen ist vorbei und viele Menschen müssen nicht gleich wieder arbeiten oder aber die Arbeit lässt sich in dieser Zeit einfach ruhiger an als sonst.
Natürlich gibt es einige Berufsgruppen, die keine ruhige Zeit zwischen den Jahren haben, sondern wie sonst auch ihren Dienst versehen müssen oder gar besonders viel um die Ohren haben; dennoch hätten viele die Gelegenheit, ein paar geruhsame Tage zu verbringen und tun es doch oftmals nicht. Um euch zu verlocken, es dieses Jahr zu tun, werde ich euch für die Zwischentage 2011 etwas ganz Besonderes bieten. Lasst euch überraschen!
Zwischentage
Worum geht es bei den Zwischentagen?
Vorbereitung auf die Zwischentage
Übermorgen, Kinder, wird’s was geben
Tag 1: Einstimmung auf die Zwischentage
Tag 2: Zeit für Reiki finden
Tag 3: Reikiland erkunden
Tag 4: Wer nicht genau weiß, wohin er will…
Tag 5: Reiki für Streber
Tag 6: Reiki und der Rest deines Lebens
Tag 7: Reikigarten
Das fängt ja gut an!
Interessante Veranstaltungen
Ich lerne gern Neues, will so Vieles verstehen. Es trudeln in den letzten Tagen Hinweise auf Veranstaltungen ein, die mich sehr anlachen. Leider sind mir diese Ankündigungen zu kurzfristig, ich habe Zeit, Geld und Fortbildungswillen schon auf andere Projekte konzentriert. Vielleicht interessiert es dich?
Kongress »Wissen schafft Gesundheit« (siehe auch Quantica): Zu den Zusammenhängen zwischen Quantenphysik und Bewusstsein und deren Auswirkung auf Heilung. Für Reiki ist das insoweit ein Thema, als dass gerade diese Zusammenhänge Hinweise auf die Funktionsweise von Reiki geben könnten.
Die Lebensregeln – Persönliches Wachstum und spirituelle Disziplin, ein Workshop mit Paul Mitchell. “We will look at the principles from the perspektive of Spiritual Discipline and find what they are teaching us about our call to develop spiritually. Learn how you can participate more consclously in the miracle of growth and happiness through the practice of the Reiki Principles.”
Noch eine Krankenkasse…
erstattet – zumindest zum Teil – die Kosten für Reikiseminare. Nachzulesen auf den Seiten des RVD. So allmählich kommt da etwas in Bewegung.
siehe auch: Krankenkasse zahlt für Reiki
Bewegende Reiki-Geschichten?
Dieser Artikel stammt aus der Seite von James Deacon, der ihn mir zur Übersetzung und Veröffentlichung überlassen hat.
Das Copyright © 2005/2009 liegt bei James Deacon, das der Übersetzung © 2011 bei Katrin Buske. Ich verlinke stets mit dem Original und – soweit schon vorhanden – mit der Übersetzung.
Bewegende Reiki-Geschichten?
Moving Tales?
Einige Leute scheinen recht viel auf sich zu nehmen, uns glauben zu machen, dass Usui-sensei Zeit seines Lebens ein strenggläubiger Anhänger der buddhistischen Tendai-Sekte war.
Aber seit einiger Zeit schon scheinen im Großen und Ganzen dieselben Leute die Tatsache zu übersehen, dass Usui-senseis sterblichen Überreste auf dem Gelände des Saihoji-Tempels liegen – der zur buddhistischen Jodo-Sekte gehört.
In einem recht halbherzigen Versuch, dies zu erklären, haben einige angedeutet, dass vielleicht der Saihoji-Tempel früher einmal der Tendai-Sekte gehört habe.
Nun, Dave King behauptet, die Antwort zu haben: Dave berichtet, dass kürzlich (Sommer 2009) einer seiner Kollegen (George Mullen?) den Saihoji-Tempel besucht habe und entdeckte, dass 1960-61 einige Grabsteine eines Tendai-Friedhofs dem Neubau einer U-Bahn-Trasse weichen mussten und auf das Gelände des Saihoji-Tempels verbracht wurden.
Laut Dave King behauptet dieser Kollege auch, dass er erfahren habe (es bleibt unklar, von wem) dass sowohl das Familiengrab der Usui als auch das Grab, in dem Usui-senseis Sohn, Fuji, bestattet wurde, zu denen gehörten, die von dem nicht weiter benannten Tendai-Friedhof zum Saihoji-Tempel gebracht wurden.
Soweit alles klar?
Als ich [James Deacon] dies das erste Mal hörte, dachte ich: “Wenn Usuis Grab erst 1960/61 zum Saihoji-Tempel umzog – wie kann es dann sein, dass der Saihoji-Tempel auf dem Gedenkstein von 1927 erwähnt wird?
Auf dem Gedenkstein steht: “Kürzlich kamen viele seiner Schüler zusammen und entschieden, diesen Gedenkstein auf dem Friedhof des Saihoji-Tempels errichten zu lassen…”
Vielleicht aber habe ich hier etwas vorschnell geurteilt: Wie es sich herausstellt,sind laut Dave Kings Geschichte nur die Gräber, nicht aber der Gedenkstein, von jenem ungenannten Tendai-Friedhof umgezogen. Die Tatsache, dass der Gedenkstein schon immer auf dem Saihoji-Tempel stand, stand nie zur Debatte.
So sollen wir also nun glauben, dass Usui-sensei auf einem Tendai-Friedhof beerdigt wurde und schon ein Jahr später die ehrenhaften und respektvollen Initiatoren des Gedenksteins diesen nicht am Grab ihres geliebten Lehrers errichteten, sondern auf einem völlig anderen Friedhof einer gänzlich anderen Glaubensrichtung – versteckt zwischen Gräbern, die keinerlei Bezug zu Usui-sensei hatten?
Und dass sie sich entschieden, jeden Hinweis darauf, dass Usui-sensei tatsächlich woanders beerdigt lag, zu unterlassen – wäre das allein nicht schon ziemlich respektlos? Es bedeutet doch, dass späteren Schülern die Möglichkeit, ihrem Lehrer am Grab den Respekt zu erweisen, genommen würde.
Und ist es nicht einfach erstaunlich, dass gut dreißig Jahre nach Errichten des Gedenksteins im Saihoji-Tempel gerade um den Stein herum so viel freier Platz war, dass man direkt nebenan, zwischen all den eng gedrängten Gräbern, sowohl Usui-senseis Grabmal (in dem auch seine Frau und seine Tocher liegen) und das seines Sohnes verbringen konnte?
Irgendwie bin ich überrascht, dass Dave King erst in diesem Jahr von der behaupteten Standortänderung von Usui-senseis Grab erfahren hat. Immerhin berichtet er, dass er 1971 mit einer Gruppe taoistischer QiGong-Schüler in Südmarokko war und einen Monat lang mit dem über 70jährigen Yuji Onuki trainiert habe. Onuki war offenbar in den späten 1920er Jahren ein Schüler von Toshihiro Eguchi und scheinbar auch ein Schüler Usui-senseis selbst (Shichidan, 7. Grad).
Dave konnte viele Jahre später (in den frühen 1990ern?) bei einem Besuch in Japan das Grab nicht nach der Beschreibung Onukis finden. Auf dem Gelände des Tempels traf er aber einen Mann, der ihn herumführte und ihn zu sich nach Hause einlud, um seinen Vater kennenzulernen, der 1923 einer von Usui-senseis Schüler gewesen war. Von diesem ungenannten Mann wurde er auch zu einem privaten Schrein geführt, der eine Originalschrift der Reiki-Lebensregeln und einige der sterblichen Überreste Usui-senseis enthielt.
Bei anderer Gelegenheit behauptet Dave, dass er einen Mann namens Tatsumi trat. Dieser Tastumi, inzwischen 90jährig, war in den späten 20er, frühen 30er Jahren ein Schüler Hayashi-senseis gewesen. Auch Melissa Riggall, eine Kollegin Dave Kings, soll einige Zeit bei Tatsumi gelernt haben.
Bei wieder anderer Gelegenheit, Mitte der 1990er, erwähnte Melissa Riggalls Wirtin zufällig eine Frau, die 1924 bei Usui-sensei gelernt habe. Im Laufe der nächsten zwei Monate lernte Riggall dann etwa 30 Personen kennen, die meisten davon Frauen, die bei Usui-sensei, Hayashi-sensei oder Toshihiro Eguchi gelernt hatten. Eine davon war eine buddhistische Nonne: Tenon-in = Mariko Obasan. Tenon-in, Onuki und tatsumi waren dann die Hauptquellen für alle Informationen, die Dave King über die Jahre herausgefunden hat.
Wie aber kann es sein, dass all diese Menschen, die Dave und Melissa begegneten, niemals davon berichet haben, dass Usui-senseis Grab einer U-Bahn weichen musste?
Ist die Reiki-Legende wirklich ein Mythos?
James Deacon hat mir dankenswerterweise die Erlaubnis gegeben, einige seiner Artikel ins Deutsche zu übertragen und auf meiner Seite zu veröffentlichen. Ich möchte dies in nächster Zeit zu den Artikeln tun, die sich mit der Geschichte Reikis beschäftigen und dort vor allem mit dem Verhältnis zur Reiki-Legende.
Das Copyright © 2005 liegt bei James Deacon, das der Übersetzung © 2011 bei Katrin Buske. Ich verlinke stets mit dem Original und – soweit schon vorhanden – mit der Übersetzung.
Ist die Reiki-Legende wirklich ein Mythos?
The Mythologised Reiki Story?
Da inzwischen ‚bewiesen‘ wurde, dass einige Elemente der Reiki-Geschichte, wie sie Takata-sensei weitergab, falsch sind, möchten uns viele glauben machen, dass Takata-sensei im Laufe der Jahre den Großteil erfunden habe.
Zugegeben, es gibt Beweise, dass die Reiki-Geschichte tatsächlich Fehler enthält [1], aber warum wird immer davon ausgegangen, dass Takata-sensei für die Entstehung der Legende verantwortlich war? Sie selbst hat immer darauf bestanden, dass sie schlicht die Geschichte nacherzählte, wie sie sie von Hayashi-sensei gehört hatte.
Wenn man die Geschichte Reikis näher betrachet, wird deutlich, dass da ein paar erzählerische Elemente enthalten sind, die auch in anderen modernen Gründungslegenden aus Japan vorkommen (siehe http://www.aetw.org/reiki_bits_n_pieces.htm#1 und http://www.aetw.org/reiki_meiji.html#21).
Also ist es immerhin denkbar, dass wer auch immer [2] diese Elemente der Reiki-Geschichte zufügte, sich an ein gewohntes mythologisierendes Schema hielt – in diesem Fall der Entdeckung von Reiki, um Mikao Usuis Geschenk mindestens auf eine Ebene zu setzen mit anderen zeitgenössischen japanischen spirituellen Heilkünsten – buchstäblich also, um mit der Konkurrenz mitzuhalten.
Und sollte dies der Fall gewesen sein, warum hätte dies jemand tun sollen, der in den USA lebt und lehrt? In einer Kultur, in der es diese Konkurrenz nicht gab, da diese anderen Gruppen dort nicht existierten? Wo niemand jemals auch nur von ihnen oder ihren fabelhaften Mythen gehört hatte?
Es wird angenommen, Takata-sensei hätte die Reiki-Geschichte christianisiert (auch wenn es immer noch keinen stichhaltigen Beweis gibt, Usui-sensei sei kein Christ gewesen [3] ) um Reiki im japanfeindlichen Amerika salonfähig zu machen. Seit dem Angriff auf Pearl Habor war die Stimmung in den USA den japanischstämmigen Amerikanern und allem Japanischen nicht freundlich gesonnen und so wäre Usui als Buddhist nicht gut angekommen. [4]
Aber wie ist es um die innere Logik dieses Gedankengangs bestellt? Immerhin wurde der Buddhismus zu dem Zeitüpunkt, als Takata-sensei Reiki in Amerkia bekannt machte, recht populär. Insbesondere der japanische Buddhismus, vor allem in der Form von Zen, war damals schlicht ‚in‘.
Weiter: Wenn es denn stimmte, dass Takata-sensei tatsächlich verantwortlich für die christliche Überarbeitung der Geschichte war, um sie auf diese Weise den amerikanischen Befindlichkeiten anzubiedern – warum hätte sie dann so sehr herausgestellt, dass Usui keinen Erfolg damit gehabt hatte, die Geheimnisse des Heilens in den westlichen Religionen, Philosophien und spirituellen Wegen zu finden, die er der Legende nach doch in Amerika studiert haben soll?
Warum hätte Takata-sensei betont, dass Usui-sensei nach seiner Rückkehr nach Japan das Geheimnis des Heilens (nicht die Symbole, wie zuweilen gesagt wird) in buddhistischen Texten fand? Und dass er Reiki geschenkt bekam, während er sich strengen Meditationen in einer japanischen Tradition unterzog, auf einem japanischen Berg, der sowohl Buddhisten wie Shintoisten heilig ist?
Zwischen den Zeilen lesend, erscheint es mir [James Deacon], dass die Geschichte eher nicht von Takata-sensei auf den amerikanischen Markt zugeschnitten wurde, sondern dass sie in der bekannten Form schon einige Zeit existiert haben könnte, bevor Takata-sensei sie von Hayashi-sensei lernte.
Ist es denkbar, dass die Geschichte nicht für westliche Schüler überarbeitet wurde, sondern tatsächlich für den einheimischen, japanischen Markt?
Könnte da nicht sogar eine anti-westliche Haltung mitschwingen?
Dafür spricht, dass auch noch in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts viele Japaner glaubten, Japan täte besser daran, für sich zu bleiben und dass man wenig von den Gaijin (Ausländern) und ihrer Lebensweise lernen könne.
Geht es nicht in der Geschichte, zumindest im ersten Teil, im Grunde um den Bericht eines japanischen Priesters einer ausländischen Religion (hier: Christentum), der, als er von seinen Studenten herausgefordert wurde, die Heilfähigkeit Jesu zu beweisen, dies nicht konnte und so sein Gesicht und die Glaubwürdigkeit seines christlichen Vertrauens verlor?
Und dann konnte er sogar im fernen Amerika nicht herausfinden, wie diese neutestamentliche Fähigkeit zu nutzen sei? Er konnte nach all seinen theologischen Studien auch in anderen Religionen des Westens nichts dazu finden.
Dann aber, als er in seine Heimat zurückkehrte und in den geistlichen Schriften seiner eigenen Kultur suchte, fand er schließlich die Anleitung. Eine buddhistische statt einer christlichen Anleitung, die es ihm ermöglichte, das Geschenk des Heilens umzusetzen?
Ich finde es auch bemerkenswert, dass in der Geschichte, klar gesagt wird, dass Usui-sensei das Geheimnis in einer buddhistischen Sutra gefunden habe, aber diese weder zitiert noch genau bezeichnet wird. Das haben sich schon viele Leute gefragt. Ist dieses Wissen verloren gegangen? Hat Usui-sensei die Fundstelle vielleicht niemals genannt?
Ich gehe so weit, anzunehmen, dass selbst wenn die Sutra der für die Reikilegende verantwortlichen Person bekannt gewesen sein sollte, sie bewusst ausgelassen wurde. Warum?
Sollte dieses Geheimnis einfach nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden? Oder war es gar eine List, um Neugier in den Reikischülern zu wecken und sie dazu zu bringen, selbst nach der gefragten Sutra zu suchen? Natürlich hätten sie dazu jede Menge buddhistischer Sutren lesen müssen.
Waren die Autoren der Reikilegende vielleicht selbst Buddhisten? Wäre in den Augen eines Buddhists eine solche konzentrierte Suche in den buddhistischen Schriften nicht wunderbar, um Reikischüler, sowohl Gläubige als auch Nicht-Buddhisten, näher an das Dharma zu ziehen?
_______________________________________________________________________________________________________________________________
Anmerkungen:
[1] Zugegeben, wir wissen, dass Usui-sensei nicht die Universität von Chicago besucht hat – zumindest nicht unter dem Namen Mikao Usui (Siehe: http://www.aetw.org/reiki_japanese_christianity.htm), noch war er Priester oder Direktor der Doshisha Universität. Aber wo genau sind die Beweise für weitere Ungenauigkeiten in der Reiki-Geschichte?
[2] Um es klar zu sagen: Ich deute hier nicht an, dass Hayashi-sensei (oder gar Usui-sensei selbst) die Reikigeschichte so verändert hätte. Natürlich ist es möglich, dass Hayashi-sensei sich bei bestimmten Details in Usuis Biografie geirrt hat, schließlich hat er ihn nur die letzten 9-10 Montate dessen Lebens gekannt. Ich kann nicht anders als denken, ob nicht Hayashi selbst diese Gründungslegende einige Zeit nach Usuis Tod gehört hat, möglicherweise von anderen Mitgliedern der Gakkai.
[3] Als sie herausfanden, dass Usui-sensei wohl niemals an der Doshisha Universität gelehrt hatte, schlossen viele Menschen daraus, dass dies auch ‚bewiese‘ dass nie Geistlicher gewesen war, sogar dass er niemals auch nur Christ gewesen war.
Natürlich ist es möglich, dass er vielleicht kein Geistlicher gewesen war, dass er vielleicht kein Christ war, aber die bloße Tatsache, dass er nicht an der Doshisha Universität gewesen war, ist dafür kein Beweis. (Siehe: http://www.aetw.org/reiki_japanese_christianity.htm
[4] Auch wenn Japan eher ein shintoistischer als ein buddhistischer Staat war.
Was haben Kraftorte mit Reiki zu tun?
Eigentlich nichts. Das eine ist ein Kraftort, das andere eben Reiki. Anders sieht es allerdings aus, solltest du einmal die Gelegenheit haben, an einem starken, für dich sehr angenehmen Ort Reiki zu bekommen. Das ist eine unglaublich schöne Erfahrung, für die du Augen und Ohren offen halten solltest! Und dann verliert die Frage jede Bedeutung.
Ähnlich, nur eben anders herum, ist es mir an einem Ort gegangen, den ich als bedrückend empfand. Ich mochte mir dort kein Reiki geben, obwohl es mir sicher geholfen hätte, die Situation besser zu ertragen. Aber ich wollte lieber nichts fließen lassen, wollte mich verschlossen halten.
Reiki fließt unabhängig vom Ort. Aber für uns Menschen ist Reiki meist an einem schönen Ort eben auch viel schöner. Das dürfen wir uns auch gern eingestehen. Es macht durchaus Sinn, sich auf die Suche nach Kraftorten in der Umgebung zu begeben oder sich seinen eigenen kleinen Kraftplatz zuhause zu schaffen.
Kraftorte von negativer Energie reinigen?
Wenn man die Augen (und andere Sinne) offen hält nach besonderen Orten und sich im Laufe der Zeit auch die Zahl derer häuft, die man nicht als angenehm empfindet, kommt fast zwangsläufig die Idee auf, diese Orte auf die eine oder andere Art zu reinigen.
Meines Erachtens ist das keine besonders gute Idee, denn das, was für mich negativ ist, kann durchaus auch positiv sein. Ich atme Kohlenstoffdioxid aus, weil zu viel davon giftig für mich wäre. Pflanzen aber benötigen gerade diesen Stoff und geben wiederum Sauerstoff ab, den ich zum atmen brauche. Das Negative ist ausgesprochen positiv für ein anderes Wesen.
Vielleicht haben ja gerade auch negative Plätze ihre Bedeutung? Zumindest bei der Vorstellung der Erde als Organismus (Gaia-Theorie) müsste es ja auch Zonen der Ausscheidung geben. Ein Gedanke, der die Redewendung vom Arsch der Welt in ganz neuem Licht erscheinen lässt…
Ein letzter Grund: Kraftorte besitzen eine Energie, die menschliche Energien weitaus übersteigen. Wenn dies nicht so wäre, wären in der Zeit der Kirchengründungen alte, heidnische Kraftplätze nicht christlich umgedeutet, sondern schlicht gereinigt worden. Im Zweifel kannst du also davon ausgehen, dass ein Kraftort – gleich welcher Energie – stärker ist als du.
Von Dingen geschaffene Kraftorte
Es gibt Plätze, deren außergewöhnliche Energie weder vom Menschen stammt noch aus ihnen selbst heraus, sondern vielmehr von etwas, dass sich dort befindet, ohne dass Menschen es dorthin gebracht haben. Dabei muss es, wenn es denn einen Platz nachhaltig beeinflusst, um ein kraftvolles energetisches Element handeln.
Einen solchen Platz konnte ich in Kalifornien genießen: den Petrified Forest bei Calistoga. Im Gegensatz zum gleichnamigen Nationalpark in Arizona liegen da aber nicht ein paar verstreute steinerne Baumstämme in der Wüste herum, sondern es handelt sich in Calistoga regelrecht um einen versteinerten Wald in einem lebenden Wald. Und all dies steinerne und lebende Holz um mich herum machte mich einfach ausgesprochen glücklich.







