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Neumond Der Mond ist 28 Tage alt
Author Archives: Steinkraut
Hayashi Todestag
Am 10. Mai 1940 wählte Hayashi den Freitod. Über die Umstände seines Todes habe ich sehr unterschiedliche Sachen gelesenen. Aber diese spielen für mich auch keine Rolle. Ob es vielleicht doch 1941 war und welche Methode er genau wählte, ist für mich unerheblich. Lediglich die Variante, in der er seinem Geist schlicht befahl, seinen Körper zu verlassen, wäre interessant, aber ich habe dann doch Probleme damit, gerade diese Version zu glauben.
Hayashi spielt in meinem Reikileben keine große Rolle. Und dennoch:
Ehre deine Lehrer – auch die, die dir fern sind.
Reiki in die Vergangenheit schicken
Heute jährt sich der Amoklauf am Gutenberggymnasium in Erfurt zum 10. Mal. Kaum zu fassen, dass es schon zehn Jahre her ist…
Mit immerhin jahrelanger Verspätung (2002 kannte ich noch kein Reiki) fiel mir vor kurzem ein, dass es eine gute Idee sein könne, auf solche Ereignisse Reiki zu geben. Bisher hatte ich das “nur” für persönliche Erinnerungen getan.
Natürlich ändert Reiki nichts an dem Ablauf des Geschehenen. Meine Hoffnung aber ist es, dass dadurch die Verarbeitung leichter wird. Dass Erinnerungen erträglicher werden. Dass Zerrissenheit gemindert wird. Daher stelle ich euch diese kleine Idee, die doch wichtige Auswirkungen haben könnte, heute vor. Erfurt sei nur ein Beispiel – wenn du dich in Ruhe besinnst, welche Ereignisse dich emotional sehr betroffen machten, wirst du sicher auf etwas stoßen.
Ich bin heute mit meinen Gedanken und meinem Herzen bei all denen, die heute noch unter Erinnerungen leiden.
Raumreinigung
Ich werde die nächsten Wochen in einem eher unpersönlichen Raum leben. Ganz so schlimm wie auf dem Foto ist er zum Glück nicht. Als ich ankam, war ich aber doch etwas vor den Kopf gestoßen. Sehr – sagen wir mal: übersichtlich. Und aus dem anliegenden Bad strömte ein miefiger Geruch, der sich auch durch Lüften nicht besserte. Nee, der erste Eindruck war nicht gut.
Nachdem ich meine Sachen ausgepackt hatte, sah es schon etwas lebendiger aus. Da hing eine Jacke, da lag mein Amethyst, dort die Wolldecke… Davon aber geht natürlich der Mief nicht weg.
Als es dann abends ans Schlafen ging, bekam ich Probleme. Das ging so nicht. Und es zeigte sich mal wieder, wie effektiv die kleinen Reikimethoden des Alltags sind: Ich führte eine Raumreinigung durch und lüftete erneut. Geschlafen habe ich dann wunderbar und gerade fiel mir auf, dass es auch nicht mehr stinkt.
Warum war mir das eigentlich nicht sofort eingefallen?
Steinkraut goes Smartphone!
Ich bin gerade viel unterwegs und eher mit meinem Smartphone online als mit dem PC. Und auf diesem Minidisplay sieht www ganz schön klein aus. Ständig zoomen nervt mich. Und meine eigene Seite sieht auch nicht besser aus. Also habe ich ein bisschen getüftelt und war erfolgreich:
Wer jetzt mit einem Smartphone auf meine Seite geht, sieht nichts mehr von meinem schönen Steinkraut und die Farben sind auch nicht mehr blau-gelb. Dafür aber kann man die Artikel gut lesen. Um das eine ist es schade, aber das andere ist mir wichtiger.
Ganz unten auf der Seite erscheint dann ein kleines Auswahlfeld: “Mobiles Theme On-Off”. Damit kann man zurückschalten zur gewohnten Zoom-Ansicht. Mit hübschem Steinkrautbild. ![]()
Sollte jetzt etwas nicht funktionieren, bitte ich um eine kurze Mitteilung. Auf meinem Gerät funktioniert es tadellos, aber ich weiß natürlich nicht, wie es auf anderen aussieht. Danke!
Sinneswandel vollbringen.
Mein Ich bildet sich durch Rückkopplung mit der Welt: mit Personen, der Kultur, der Natur… Es ist darauf ausgelegt, stets in Kontakt zu sein, sozusagen: durch Bewusstsein und Unterbewusstsein Informationen (Gedanken, bzw. Gefühle) auszuwerten und zu integrieren.
Mein Ich lebt im Energiefeld des Absoluten. Es geht zu den mich umgebenden Schwingungen in Resonanz, aber: Es wählt dabei aus den Myriaden vorhandener Schwingungen diejenigen aus, die in Welt- und Selbstbild passen. Und täglich grüßt das Murmeltier!
Wie also kann mein Ich sich für neue Schwingungen entscheiden? Brauche ich zuerst ein neues Selbstbild?
neues Selbstbild «—» neue Schwingungen = neue Erfahrungen
An welchem Punkt dieses Kreises kann ich ansetzen, wenn ich mein Leben, mein Denken und mein Ich ändern möchte? Gedanken bestehen aus Wörtern und Bildern, sie dienen der Kommunikation mit Außen. Mit dem übrigen Körper kann das Ich nicht über Wörter und Bilder kommunizieren, sondern über Schwingungen. Geänderte Gedanken ändern also erst einmal nichts an den Schwingungen.
Ich weiß (oder ahne), dass es “da draußen” anderes gibt. Und mehr. Aber das weiß ich mit meinem Bewusstsein, in Form von Gedanken. Mein Gefühl aber sagt bestenfalls: “Wär’ ja schön, wenn’s so wäre – aber ich erkenne die Welt über Erfahrungen, die ich gemacht habe. Und die weisen nicht darauf hin, dass es da mehr gibt, als das, was ich kenne.”
Meinem Unbewussten auf seiner Gefühlsebene zu helfen, in die Pötte zu kommen, kann geschehen durch
- Erinnerungen an eine Situation, in der der Schleier gelüftet worden war. Was schon einmal passiert ist, kann wieder passieren. Das ist eine Erfahrung, die unser Unbewusstes schon häufig gemacht hat.
- Anbinden an etwas Bekanntes, z.B. durch eine Methode, die wir kennen und mögen, neue Erfahrungen sammeln. “Du immer mit deinen neuen Erfahrungen. Neu ist fremd und fremd ist gefährlich. Aber Reiki ist schön, das weiß ich.”
Beispiel: Beeinflussen der Welt da draußen durch Reiki auf die Situation / auf den Tag. Regelmäßig können so neue Erfahrungen gesammelt werden. Klappt es nicht (Und was heißt schon “nicht klappen” bei Reiki?) ist es auch gut. Diese Erfahrung unbeachtet zur Seite schieben und ihr keine Aufmerksamkeit widmen. Positive Erfahrungen im Tagebuch festhalten, anderen davon berichten, die Erinnerung daran ab und zu hervorkramen – schlicht Aufmerksamkeit schenken. - Das Kontaktsymbol ist dabei eine große Hilfe. Als genauso wichtig empfinde ich aber dabei das zweite Symbol (Mentalsymbol), ohne dies schlüssig begründen zu können. In meinen Augen erleichtert es das Verständnis und den Mut, sich überhaupt zu öffnen.
Reiki und Meditations Timer
Ich bin noch recht frische Besitzerin eines Smartphones und spiele immer noch mit dem Ding herum, um herauszufinden, was man damit alles machen kann und was ohne technische Unterstützung doch einfacher ist. Zum Beispiel scheint es keinen Kalender zu haben, den ich gebrauchen kann.
Aber für Reiki habe ich etwas gefunden: einen Meditationstimer. Davon gibt es viele im Netz, ich stelle hier den vor, zu dem ich gekommen bin: Meditation Support Timer. Diese App läuft auf Android. Sie ist sehr einfach und schlicht gehalten, bietet keinen Schnickschnack und keine hübschen Bilder. Dafür ist sie mit drei Klicks startbereit und du musst nicht minutenlang mit dem Smartphone fummeln, ehe deine Behandlung losgehen kann.
Für Reiki wählst du Edit Schedule (Ablauf ändern). Eigentlich willst du ja noch keinen ändern, sondern einrichten – aber wenn du einen neu eingerichtet hast, hat sich ja etwas geändert. Also können wir damit leben, dass es eben edit heißt. Dann New Schedule.
Jetzt werden dir drei Möglichkeiten geboten:
- Meditation: Hier stellst du eine Zeitspanne ein, nach der ein Signal kommen soll. Ich nutze das für die Basisminute nach Boroson. Die Eingabe für eine Minute ist 0:01, für 1,5 Stunden 1:30.
- Awareness: Du gibst die Dauer der Reikibehandlung an, z.B. 1:00 und die Intervalle, nach denen jeweils ein Signal kommen soll, z.B. 0:05. Dann kommt also eine Stunde lang alle 5 Minuten ein Signal.
- Prepare: Sehr praktisch, diese Einstellung. Stell dir vor, du startest die Signale für deine Ganzbehandlung, legst dich dann hin, rückst das Kissen zurecht, verbindest dich mit Reiki, zeichnest noch ein Symbol und fängst dann an – das hat ziemlich viel Zeit gekostet, aber doch keine 5 min. Mit Prepare kannst du vor den eigentlichen Abständen einen besondere mit einer anderen Länge, z.B. 0:02 setzen.
Als Signale sind kurze und lange Klangschalentöne vorhanden. Achte auf deine Medienlautstärke – in laut sind die ziemlich laut. Und vergiss nicht, Prepare vor Awareness zu schieben…
Weitere Reiki-Apps findest du auch hier. Allerdings sind das vielfach Bücher in App-Form. Ich bin ja Papierjunkie…
Martin Boroson: one moment meditation
Ich habe dieses Buch noch nicht einmal ausgelesen und doch möchte ich es empfehlen. Es ist erst vor wenigen Tagen auf deutsch erschienen und ich verkürzte mir die Wartezeit damit, mir auf youtube.de ein Video dazu anzusehen. Es gefiel mir, ich probierte aus und probiere seitdem immer wieder aus. Schön ist das und bringt Ruhe und Gelassenheit. Und ich bin doch ein so selten gelassener Mensch. Ich entdeckte mit Hilfe des Videos eine ganz neue Seite an mir. Gelassenheit jetzt! Nicht nachher, nach einer Ganzbehandlung oder nachher, wenn der Boden gewischt ist. Jetzt. Stante pede. Und das ist doch eine Empfehlung wert, oder?
Das Buch habe ich, wie gesagt, erst angelesen. Bis jetzt bin ich noch nicht auf etwas gestoßen, das mich abstieße. Ich mag Borosons Art zu schreiben, einfach und klar. Und dabei scheint er beide Beine fest auf dem Boden zu haben.
Film: Take Shelter
Mein Mann und ich waren im Kino. Und wir hatten den Kinosaal für uns allein. An einem Freitag Abend. Nein, das hat dieser Film nicht verdient. Mit zwei Kinokarten kann kein Kino die Kosten decken, also wird dieser Film schnell aus den Sälen verschwinden. Beeile dich also, damit du ihn noch sehen kannst. Sonst entgeht dir etwas.
Amerikanische Mittelstandsidylle irgendwo in Ohio: Vater, Mutter, Kind – Haus, Garten Hund. Die Tochter hatte eine nicht weiter beschriebene Erkrankung und ist seither taub. Es geht im Film von Anfang an um das Thema Wahrnehmung: Gebärdensprache, Implantat-OP… Zugleich fangen bei Curtis, dem Vater, Albträume an, die ihn zutiefst erschüttern. Bald nimmt er auch im Wachzustand Dinge wahr, die andere nicht bemerken. Da seine Mutter seit Jahrzehnten wegen paranoider Schizophrenie in einer Klinik ist, ahnt Curtis, was auf ihn zukommt. Er fängt an, immer mehr an seinen Wahrnehmungen zu zweifeln und glaubt doch fest an sie.
Das Jonglieren zwischen Wirklichkeit und Wahnsinn überfordert nicht nur Curtis, sondern auch seine Familie, Nachbarn, Kollegen… Ich musste ziemlich häufig an Noah denken. Genau so muss sich Noah vorgekommen sein, als er anfing, in der Wüste ein Schiff zu bauen.
Reiki Magazin
Ich bin jetzt zum zweiten Mal auf jemanden gestoßen, der diese Zeitschrift nicht kannte. Also in aller Deutlichkeit: Es gibt ein deutschsprachiges Reiki-Magazin. Leider liegt es nicht in jedem Supermarkt im Regal, sodass es wirklich an einem vorbeigehen kann. Zu erhalten ist es direkt beim Verlag, in (meist esoterischen) Buchhandlungen und in den oftmals sehr gut sortierten Bahnhofsbuchhandlungen. In der am Kieler Hauptbahnhof habe ich meine Hefte immer gekauft, ehe ich mich der Einfachheit halber doch für ein Abonnement entschloss.
Ich mag die Zeitschrift, freue mich über jedes Heft und lasse mir immer sehr viel Zeit beim Lesen. Bis ich hinten beim Gewinnspiel bin, ist der Einsendeschluss meist verstrichen… Auch finde ich, dass das Reiki Magazin lohnt, aufgehoben zu werden. Und da ich inzwischen eine erprobte und überzeugte Wegschmeißerin bin, ist das durchaus ein Kompliment. ![]()
Es gibt immer einige längere Artikel über Heilung, wobei durchaus über den Tellerrand des Reiki geschaut wird. Walter Lübeck und Michaela Weidner haben Kolumnen, es gibt viele aktuelle Meldungen und Termine und einen Kleinanzeigenteil sowie Vorstellungen interessanter Reikimenschen.
7 Wochen ohne
Es naht die Fastenzeit und damit die Frage, wie ich dieses Mal mitmachen möchte. Das offizielle Motto “Gut genug! – 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz” trifft nicht gerade meine persönliche Situation. Aber eine Weile bewusster leben tut gut und so werde ich mir mein eigenes Motto suchen.
Übrigens sind es nur 40 Tage – das ist durchzuhalten! ![]()



