Tag 4: Tischkultur
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esstischFür Tischkultur brauchst du zunächst einen Tisch. Idealerweise sollte dies ein Esstisch sein. Häufig ist es jedoch so, dass wir an unseren Arbeitsplätzen keinen Essplatz haben, sondern unsere Pausen doch weiter am Schreibtisch verbringen. Den Pausenwert mindert das sehr und die Mahlzeiten rutschen so leicht ins Nebenbei ab. Solltest du an dieser Situation nichts ändern können, so bleibt nur, zumindestens die Mahlzeiten zuhause bewusst zu gestalten. Hast du dort die Möglichkeit einen Platz ausschließlich dem Essen zu widmen?

Im Alltag gelingt es den meisten Menschen nicht, stets für einen schön gedeckten, mit Blumen und Kerzen geschmückten Tisch zu sorgen. Jugendliche wissen oft schon nicht einmal mehr, was überhaupt mit „Tisch decken“ gemeint ist.
Wie wäre es, wenn du ausprobiertest, was sich an den Mahlzeiten ändern würde, wenn du sie regelmäßig an einem wirklich schön geschmückten Tisch einnähmest? Für mich ist das einer der beiden wichtigsten Punkte zur Verbesserung meiner Ernährung. Und sei es auch nur, weil ich auf einen so schön gedeckten Tisch dann auch schönes Essen stellen will. 😀

esstisch2Der andere Punkt fällt auch unter Tischkultur: Das Vermeiden von Ablenkung. Bewusstheit für mein Essen kann ich nur erreichen, wenn ich bewusst esse. Zeitung, Notizblock, Smartphone, Fernseher stören dabei.
Es gibt spirituelle Traditionen, die behaupten, auch Tischgespräche störten, aber das ist vielleicht etwas eher Spezielles. In den Familien könnten gemeinsame Mahlzeiten Herzstück des Zusammenlebens sein. So gibt es Untersuchungen dazu, was Eltern machen könnten, um den schulischen Erfolg ihrer Kinder zu fördern. Und das ist nicht das nervige Kontrollieren der Hausaufgaben oder die teure Nachhilfe. Die meisten Eltern könnten den größten und nachhaltigsten Erfolg mit gemeinsamen Mahlzeiten haben, zu denen nicht über die Schule, sondern buchstäblich über Gott und die Welt gesprochen wird.

Und was ist mit der Fußball-WM? Eine gemeinsame Mahlzeit mit Finger Food oder sogar Tiefkühlpizza vor dem Fernseher ist eine kleine Katastophe der Tischkultur. Für den Familienzusammenhalt ist sie jedoch unbezahlbar.

Und so weit zur Verbindlichkeit von Regeln. Ist doch immer wieder entlastend. 😉


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