Das Ende des Maya-Kalenders live im TV
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Haab-Kalender, Foto: Theilr

Das ZDF hat manchmal mehr Humor, als man einem gebührenfinanzierten Sender zugesteht. Mich jedenfalls hat die Ankündigung überrascht, am 21. Dezember 2012 ein Abenteuer Forschung Spezial aus Anlass des Endes des Maya-Kalenders zu bringen. Hat doch was.

Gastgeber ist wie gewohnt Harald Lesch, die Gäste habe ich noch nicht herausgefunden.

Tja, damit stellt sich die Frage, was ich denn am 21. Dezember 2012 mache vielleicht doch wieder neu. Bisher war ich davon ausgegangen, dass ich mir mit meinem Mann einen gemütlichen Abend mache, da die Kinder auf Weltuntergangs-Partys wollen. Irgendwie war ich immer von Kamin und Büchern ausgegangen. Nun werde ich vielleicht doch den Fernseher in meine Pläne einbauen…

Die lange Zählung des Maya-Kalenders dauerte 5125 Jahre und passiert also alle naslang. Nun bin ich ja geneigt zu sagen, dass 3114 v. Chr. die Welt nicht untergegangen ist – warum sollte sie es dieses Mal tun? Dieses Datum ist allerdings nach Maya-Vorstellung der Beginn der Welt. Seit Schaffung des Kalenders, mit dem rückwirkend der Schöpfungstermin Grundlage des Kalenders wurde, ist es also das erste Mal, dass die lange Zählung durchlaufen wird.

Interessant finde ich, dass der jüdische Kalender im Jahr 3761 v. Chr. beginnt. Die paar hundert Jahre Abstand machen ja historisch gesehen keinen allzu großen Unterschied. Nix gegen die bummelum 14 Milliarden Jahre seit dem Urknall.

Gerade heute bin ich dankbar, dass es die Welt gibt. Egal seit wie lange. Egal wie lange noch.

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