Wir sind alle Sternenstaub
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Animation des bevorstehenden Venustransits

Am 6. Juni können wir einen Venustransit beobachten. Falls wir

  • gutes Wetter haben natürlich,
  • gewillt sind, gleich zu Sonnenaufgang aufzustehen und
  • eine Sonnenfinsternis-Brille haben. (Ich hatte meine alten verkramt und mir neue bei Ebay bestellen müssen…)

Bei uns in Deutschland ist das meiste schon vorbei, wenn sich die Sonne zeigt. Für Hamburg ist das 4:50 Uhr, für München 5:12 Uhr. Was natürlich wieder mal beweist: Wir Nordlichter haben mehr vom Leben!

Ein Venustransit ist so etwas wie eine Sonnenfinsternis, nur ist es nicht der Mond, der sich zwischen Erde und Sonne schiebt, sondern die Venus. Zwar ist die Venus viel größer als der Mond (nämlich ungefähr so groß wie die Erde), aber eben auch erheblich weiter entfernt. Daher verdeckt sie die Sonnenscheibe nicht, sondern ist nur ein kleiner Fleck davor. Und ich finde, das lädt doch glatt zum Philosophieren ein. Wenn etwas so Großes so klein ist – wie klein bin ich dann? Ich bin ganz sicher Mittelpunkt meiner Welt, aber eben nicht der Welt. Mein Körper und all mein materielles Sein mögen noch so klein sein, aber meine Seele reicht bis zur Venus und zur Sonne und darüber hinaus…

Hat jemand aus meiner Gegend Lust, gemeinsam zu nachtschlafender Zeit dunkelbebrillt in den Himmel zu starren?

Wichtig: Wirklich, wirklich und wirklich nur mit Sonnenfinsternisbrille. Das sollte euch euer Augenlicht lieb sein!

Kommentare

Wir sind alle Sternenstaub — 1 Kommentar

  1. Der Wecker klingelte. Früh. Oje, sehr früh. Ein Blick aus dem Fenster offenbarte einen grauen, bedeckten Himmel. Was für ein Glück – ich konnte gleich wieder ins Bett zurück.
    Die Venus hat schon viele Transite ohne mich geschafft und diesen jetzt auch. 😉