Film: Take Shelter
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Mein Mann und ich waren im Kino. Und wir hatten den Kinosaal für uns allein. An einem Freitag Abend. Nein, das hat dieser Film nicht verdient. Mit zwei Kinokarten kann kein Kino die Kosten decken, also wird dieser Film schnell aus den Sälen verschwinden. Beeile dich also, damit du ihn noch sehen kannst. Sonst entgeht dir etwas.

Amerikanische Mittelstandsidylle irgendwo in Ohio: Vater, Mutter, Kind – Haus, Garten Hund. Die Tochter hatte eine nicht weiter beschriebene Erkrankung und ist seither taub. Es geht im Film von Anfang an um das Thema Wahrnehmung: Gebärdensprache, Implantat-OP… Zugleich fangen bei Curtis, dem Vater, Albträume an, die ihn zutiefst erschüttern. Bald nimmt er auch im Wachzustand Dinge wahr, die andere nicht bemerken. Da seine Mutter seit Jahrzehnten wegen paranoider Schizophrenie in einer Klinik ist, ahnt Curtis, was auf ihn zukommt. Er fängt an, immer mehr an seinen Wahrnehmungen zu zweifeln und glaubt doch fest an sie.

Das Jonglieren zwischen Wirklichkeit und Wahnsinn überfordert nicht nur Curtis, sondern auch seine Familie, Nachbarn, Kollegen… Ich musste ziemlich häufig an Noah denken. Genau so muss sich Noah vorgekommen sein, als er anfing, in der Wüste ein Schiff zu bauen.

http://www.takeshelter-film.de/


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