Bewegende Reiki-Geschichten?
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Saihoji-Tempel - Foto: knj@UCSC (talk)

Dieser Artikel stammt aus der Seite von James Deacon, der ihn mir zur Übersetzung und Veröffentlichung überlassen hat.

Das Copyright © 2005/2009 liegt bei James Deacon, das der Übersetzung © 2011 bei Katrin Buske. Ich verlinke stets mit dem Original und – soweit schon vorhanden – mit der Übersetzung.

Bewegende Reiki-Geschichten?

Moving Tales?

Einige Leute scheinen recht viel auf sich zu nehmen, uns glauben zu machen, dass Usui-sensei Zeit seines Lebens ein strenggläubiger Anhänger der buddhistischen Tendai-Sekte war.
Aber seit einiger Zeit schon scheinen im Großen und Ganzen dieselben Leute die Tatsache zu übersehen, dass Usui-senseis sterblichen Überreste auf dem Gelände des Saihoji-Tempels liegen – der zur buddhistischen Jodo-Sekte gehört.

In einem recht halbherzigen Versuch, dies zu erklären, haben einige angedeutet, dass vielleicht der Saihoji-Tempel früher einmal der Tendai-Sekte gehört habe.

Nun, Dave King behauptet, die Antwort zu haben: Dave  berichtet, dass kürzlich (Sommer 2009) einer seiner Kollegen (George Mullen?) den Saihoji-Tempel besucht habe und entdeckte, dass 1960-61 einige Grabsteine eines Tendai-Friedhofs dem Neubau einer U-Bahn-Trasse weichen mussten und auf das Gelände des Saihoji-Tempels verbracht wurden.

Laut Dave King behauptet dieser Kollege auch, dass er erfahren habe (es bleibt unklar, von wem) dass sowohl das Familiengrab der Usui als auch das Grab, in dem Usui-senseis Sohn, Fuji, bestattet wurde, zu denen gehörten, die von dem nicht weiter benannten Tendai-Friedhof zum Saihoji-Tempel gebracht wurden.

Soweit alles klar?

Als ich [James Deacon] dies das erste Mal hörte, dachte ich: „Wenn Usuis Grab erst 1960/61 zum Saihoji-Tempel umzog – wie kann es dann sein, dass der Saihoji-Tempel auf dem Gedenkstein von 1927 erwähnt wird?
Auf dem Gedenkstein steht: „Kürzlich kamen viele seiner Schüler zusammen und entschieden, diesen Gedenkstein auf dem Friedhof des Saihoji-Tempels errichten zu lassen…“

Vielleicht aber habe ich hier etwas vorschnell geurteilt: Wie es sich herausstellt,sind laut Dave Kings Geschichte nur die Gräber, nicht aber der Gedenkstein, von jenem ungenannten Tendai-Friedhof umgezogen. Die Tatsache, dass der Gedenkstein schon immer auf dem Saihoji-Tempel stand, stand nie zur Debatte.

So sollen wir also nun glauben, dass Usui-sensei auf einem Tendai-Friedhof beerdigt wurde und schon ein Jahr später die ehrenhaften und respektvollen Initiatoren des Gedenksteins diesen nicht am Grab ihres geliebten Lehrers errichteten, sondern auf einem völlig anderen Friedhof einer gänzlich anderen Glaubensrichtung – versteckt zwischen Gräbern, die keinerlei Bezug zu Usui-sensei hatten?
Und dass sie sich entschieden, jeden Hinweis darauf, dass Usui-sensei tatsächlich woanders beerdigt lag, zu unterlassen – wäre das allein nicht schon ziemlich respektlos? Es bedeutet doch, dass späteren Schülern die Möglichkeit, ihrem Lehrer am Grab den Respekt zu erweisen, genommen würde.

Und ist es nicht einfach erstaunlich, dass gut dreißig Jahre nach Errichten des Gedenksteins im Saihoji-Tempel gerade um den Stein herum so viel freier Platz war, dass man direkt nebenan, zwischen all den eng gedrängten Gräbern, sowohl Usui-senseis Grabmal (in dem auch seine Frau und seine Tocher liegen) und das seines Sohnes verbringen konnte?

Irgendwie bin ich überrascht, dass Dave King erst in diesem Jahr von der behaupteten Standortänderung von Usui-senseis Grab erfahren hat. Immerhin berichtet er, dass er 1971 mit einer Gruppe taoistischer QiGong-Schüler in Südmarokko war und einen Monat lang mit dem über 70jährigen Yuji Onuki trainiert habe. Onuki war offenbar in den späten 1920er Jahren ein Schüler von Toshihiro Eguchi und scheinbar auch ein Schüler Usui-senseis selbst (Shichidan, 7. Grad).
Dave konnte viele Jahre später (in den frühen 1990ern?) bei einem Besuch in Japan das Grab nicht nach der Beschreibung Onukis finden. Auf dem Gelände des Tempels traf er aber einen Mann, der ihn herumführte und ihn zu sich nach Hause einlud, um seinen Vater kennenzulernen, der 1923 einer von Usui-senseis Schüler gewesen war. Von diesem ungenannten Mann wurde er auch zu einem privaten Schrein geführt, der eine Originalschrift der Reiki-Lebensregeln und einige der sterblichen Überreste Usui-senseis enthielt.

Bei anderer Gelegenheit behauptet Dave, dass er einen Mann namens Tatsumi trat. Dieser Tastumi, inzwischen 90jährig, war in den späten 20er, frühen 30er Jahren ein Schüler Hayashi-senseis gewesen. Auch Melissa Riggall, eine Kollegin Dave Kings, soll einige Zeit bei Tatsumi gelernt haben.

Bei wieder anderer Gelegenheit, Mitte der 1990er, erwähnte Melissa Riggalls Wirtin zufällig eine Frau, die 1924 bei Usui-sensei gelernt habe. Im Laufe der nächsten zwei Monate lernte Riggall dann etwa 30 Personen kennen, die meisten davon Frauen, die bei Usui-sensei, Hayashi-sensei oder Toshihiro Eguchi gelernt hatten. Eine davon war eine buddhistische Nonne: Tenon-in = Mariko Obasan. Tenon-in, Onuki und tatsumi waren dann die Hauptquellen für alle Informationen, die Dave King über die Jahre herausgefunden hat.

Wie aber kann es sein, dass all diese Menschen, die Dave und Melissa begegneten, niemals davon berichet haben, dass Usui-senseis Grab einer U-Bahn weichen musste?

 


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