Wünschen
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Bild: suphakit73

Sternschnuppen zu beobachten ist schön. Aber: Techniken zur Wunscherfüllung gehören nicht auf einen spirituellen Weg. Eigentlich ist es doch das Ziel, wunschlos glücklich zu sein. Oder zumindest wunschlos gelassen. 😉

Wünsche sind Stolpersteine auf dem spirituellen Weg. Sie lenken uns ab und lassen uns manchen Umweg gehen, nur um jenen Wunsch oder dieses Ziel zu erreichen.
Dann haben wir also das wunderbare Sofa, ein tolles Seminar besucht, einen Artikel veröffentlicht… Das fühlt sich gut an und vielleicht sind wir auch ein bisschen stolz auf uns. (Oje, Stolz – noch so ein Stolperstein!) Aber nach einiger, meist recht kurzer Zeit keimt ein neuer Wunsch und möchte erfüllt werden. Und schwupps! – sind wir von neuem abgelenkt von dem, das uns eigentlich wichtig ist.

Das ist alles nicht weiter schlimm, sich etwas zu wünschen gehört zum Menschsein dazu. Wer sich so gar nichts wünscht, ist nicht von dieser Welt. Aber auch wenn Wünschen menschlich ist, darf man nicht den Fehler machen, es spirituell zu verbrämen und es zu einer geistigen Disziplin erheben zu wollen. Bestellungen beim Universum, the Secret und Wunschtechniken mit Reiki funktionieren, sind aber so etwas von mit der Welt verhaftet.

Der einzige Wunsch, der wirklich spirituell ist und uns auf  unserem Weg entschieden weiter bringt, ist:

Dein Wille geschehe.

Diesen Wunsch gibt es in vielerlei verschiedenen Formulierungen. Viele Religionen unterstreichen die Wichtigkeit davon, sich frei zu machen von den menschlichen Wünschen und Zielen. Sollte dir dieses urchristliche Zitat nicht zusagen, dann mach dich doch einfach auf die Suche nach einem entsprechenden aus deinem Kulturkreis.

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