Einschränkende Glaubenssätze auflösen
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Rosie the Riveter

Wir alle schleppen Glaubenssätze mit uns herum, ob wir uns nun dessen bewusst sind oder nicht. Viele sind in unserer Kindheit entstanden: „Das tut man nicht.“ – „Immer schön den Teller leer essen.“ – „Jungs weinen nicht.“ Das sind allesamt einschränkende Glaubenssätze, die uns das Leben recht schwer machen können. Es gibt natürlich auch andere: „Meine Eltern sind immer für mich da.“ – „Ich bin gut in Mathe.“ – „Ich kann immer gut schlafen.“ – „We can do it!“ Solche Glaubenssätze sind natürlich förderlich und an die wollen wir gar nicht gehen. Aber die einschränkenden nehmen uns Möglichkeiten. Ohne dass wir es merken, richten wir uns nach ihnen, und wundern uns, dass wir uns durch automatisierte Verhaltensmuster immer wieder selbst schaden.

  • Wir trösten uns mit Schokolade oder Kartoffelchips, obwohl wir eigentlich abnehmen wollten.
  • Wir reagieren unangemessen gereizt, wenn uns jemand um einen simplen Gefallen bittet.
  • Wir klammern an einen Partner und verlieren ihn gerade dadurch.
  • Sobald auch nur ein klitzekleines bisschen Licht im Raum ist, schlafen wir nicht ein.
  • Wir erziehen unsere Kinder, wie wir erzogen wurden und schworen, es nie so zu machen.

Hinter solchen eigentlich doch recht merkwürdigen Verhaltensweisen stecken häufig einschränkende Glaubenssätze, die man auflösen kann. Und da es einfach wunderbar ist, wenn der Schmerz nachlässt, solltest du dir ungemeine Erleichterung, wenn sich so ein Glaubenssatz einfach auflöst, nicht entgehen lassen. Im Internet findet man viele Anleitungen, von denen jedoch viele damit anfangen, dass man sich den einschränkenden Glaubenssatz genauer ansehen soll. Ja, wenn wir uns denn dieser Glaubenssätze bewusst wären, wäre das Problem nur halb so groß. Meistens müssen wir erst einmal herausfinden, wie er denn lautet. Die Methoden zum auflösen stammen vielfach aus dem NLP, aber ich möchte jetzt zwei Reikimethoden skizzieren. Bei beiden wird eine Frage formuliert wie „Warum muss es bei mir stockfinster sein, damit ich schlafen kann?“

Intuitives Schreiben mit Reiki: Dies ist eine Methode des zweiten Grads, die ich in Kurzworkshops unterrichte. Sie vermittelt Zugang zum Unbewussten, und den kann man eben auch nutzen, um Glaubenssätze zu erkennen. Ich schätze diese Methode sehr, wahrscheinlich, weil ich ein Schriftmensch bin und gern mit Wörtern arbeite.
Man lässt also Reiki den Stift führen und kann sich im Anschluss in Ruhe durchlesen, was einem da so zufiel. Auch wenn es bei dieser Methode gar nicht gefragt war, können durchaus Lösungsansätze auftauchen.

Mentalheilung: Auch eine Methode des zweiten Grads, an dem kommt man bei der Bearbeitung emotionaler Themen nicht so leicht vorbei. 😉 Die Methode ist schlicht und ergreifend die, die man im Seminar zum zweiten Grad erlernt. Wunderschön finde ich die Formulierung Tanmaya Honervogts: „Mache mir die Ursache für mein (füge hier dein Problem ein) bewusst und zeige mir, was ich tun muss, um mich vollkommen zu lieben, zu akzeptieren und zu heilen.“

Bei beiden Methoden können Lösungsansätze aufgezeigt werden. Sollte keiner dabei sein, der viel versprechend klingt, rate ich zur Selbstbeobachtung. Hat sich deine Sicht auf die betreffende Situation verändert? Fühlt sie sich noch genauso an? Beide Methoden müssen gegebenenfalls wiederholt werden, nicht, weil der einschränkende Glaubenssatz wegtrainiert werden müsste, sondern weil sich etwas in dir verändert hat und du es von einem anderen Ausgangspunkt her angehst.

Und falls du auf beide Methoden keine Lust hast oder den zweiten Reikigrad noch nicht hast, kannst du es versuchen, indem du über die Frage sinnierst und dabei einen Obsidian oder Coelestin in der Hand hältst. Die locken zuweilen auch Bilder aus dem Unbewussten hervor.

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